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Michael Signer – Amerikanische jüdische Theologie nach Auschwitz

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Michael A. Signer

Amerikanische jüdische Theologie nach Auschwitz

 

Einführung: Theologie nach Auschwitz

Am Anfang soll eine kurze Überlegung zur Natur theologischer Schriften des Judentums und zur Einzigartigkeit des amerikanischen jüdischen Lebens stehen.

Das Judentum ist angesehen für sein geistiges Leben. Eine der bedeutendsten Zusammenfassungen frühen rabbinischen Denkens besagt, dass das Studium der Tora allen anderen Geboten ebenbürtig ist. Jedoch zielt das Studium der Tora auf die Interpretation von Texten und deren Anwendung darauf, ein weltliches Leben zu schaffen, das die Wünsche Gottes reflektiert und die göttliche Liebe für das jüdische Volk. Während traditionelle jüdische Autoren sich mit philosophischen Spekulationen und systematischen Darstellungen mystischer Doktrinen über das Seelenleben Gottes befassten, so schrieben sie nicht in theologischen literarischen Genres, die von christlichen Gelehrten vor dem 19. oder 20. Jahrhundert anerkannt worden wären. Die Schriften westlicher europäischer Autoren wie Hermann Cohen, Martin Buber und Franz Rosenzweig könnten als theologische Schriften eingeordnet werden, jedoch sind ihre Beiträge ziemlich einzigartig – und aus diesem Grund stehen die Juden, die nach der Schoah theologische Schriften verfassen, in ihrer Schuld.

Amerika ist für Europa fast seit Beginn seiner Existenz ein Ort der Zuflucht gewesen. Obwohl viele der Einwanderer ihre europäischen Vorurteile mitbrachten und beibehielten, stellten die Prinzipien der Aufklärung, die auch die Grundlage für die amerikanische Verfassungsdemokratie legten, einen Bruch der schädlichen Elemente in diesen Vorurteilen dar, damit sie nicht anderen schadeten. Diese Spannung zwischen traditionellen Abneigungen und verfassungsmäßigem Schutz machte die Vereinigten Staaten von Amerika zu einer einzigartigen Erfahrung für das jüdische Volk. Das Fehlen einer staatlich geförderten Kirche in Amerika bedeutete, dass Antisemitismus und anti-jüdische Haltungen nie Teil des Geistes des amerikanischen Rechtssystems wurden.

Es ist wichtig sich ins Gedächtnis zu rufen, dass die Schoah nicht in der Heimat der jüdischen Gemeinde in Amerika stattfand. Jedoch wurden die USA nach der Schoah zu einem der Haupteinwanderungsländer für viele der Überlebenden. Die Einwanderung jüdischer Intellektueller aus Deutschland vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges schuf einen Kern von Denkern, die fähig zu ernsthafter theologischer Reflektion waren.

Wenn man jüdisches Denken über Gott und die Menschheit vor der Schoah betrachtet, so spiegelt die Liturgie einige der wichtigsten Themen der Bibel und der rabbinischen Literatur wieder:

Zum einen wurde zwischen Gott und dem Volk Israel ein Bund geschlossen, der Liebe und Verpflichtung verbindet. Sogar trotz der Zerstörung des Tempels in Jerusalem versicherten die Rabbiner Generationen von Juden, dass Gott ihnen in den Ländern ihres Exils treu bliebe. Die Antwort auf diese göttliche Treue lautete, dass das jüdische Volk ein Leben führen sollte, das sich aus dem Studium der Tora, der Einhaltung von Gottes Geboten sowie Taten handelnder Nächstenliebe füreinander und den Rest der Menschheit, der ebenso aus Gottes Kindern bestand, zusammensetzte. Alle diese Konzepte waren miteinander verbunden: durch das Studium der Tora entdeckten die Juden den facettenreichen Charakter der Gebote. Diese Gebote bildeten einen sozialen Rahmen für Taten handelnder Nächstenliebe, welche wiederum zu einer festen gesellschaftlichen Struktur führten. Bis zum 18. Jahrhundert wurde den Juden Autonomie gewährt, damit sie nach ihren eigenen Gesetzen und Gebräuchen leben konnten. Nach der Aufklärung passten die Juden in Westeuropa sich an die neuen Nationalstaaten, die ihnen Bürgerrechte anboten an. Jedoch behielten sie ihre eigenen Rituale bei und viele Juden legten großen Wert auf die Ausübung aktiver Nächstenliebe.

Zweitens lag dieser dreigliedrigen Weltsicht der feste Glaube zugrunde, dass Gott bei dem Volk Israels bleiben und schließlich dessen Erlösung herbeiführen würde. Diese Erzählung von der Liebe Gottes wurde jedes Jahr während des Pessah-Festes wieder zum Leben erweckt, wenn die Juden die rabbinische Nacherzählung des Auszugs aus Ägypten vorlasen. Die Liturgie der Haggadah betonte, dass Gott Israel unterstützt und vor jedem Verfolger gerettet hatte.

Drittens entsprang dem Glauben, dass Gott sie schließlich ins Land Israel zurückführen werde, die Hoffnung und der Optimismus, der die jüdische Gemeinschaft trug. Diese Hoffnung nährte ein kollektives Verantwortungsbewusstsein für die jüdischen Gemeinden in der Diaspora und die Unterstützung winziger Gemeinden, die in Israel gegründet worden waren. Im 19. Jahrhundert schufen die Juden in Ost- und Westeuropa eine neue Dimension für ihre Hoffnung auf eine Rückkehr nach Zion. Sich an den weltlichen Nationalbewegungen ihrer Zeit orientierend entschieden viele junge Juden, dass sie nicht länger darauf warten könnten, dass der göttliche Wille die Geschichte lenken würde. Die Rückkehr ins Land Israel würde eine kulturelle und politische Wiedergeburt für ihr Volk sein – doch die Initiative und Verantwortung dafür lag bei ihnen selbst und nicht bei Gott. Es gab viele Debatten über die Ernsthaftigkeit und Möglichkeit dieser menschlichen Initiative von allen Seiten des jüdischen Volkes. Viele Juden in Westeuropa und Amerika lehnten die Idee einer Rückkehr nach Israel ab. Sie waren davon überzeugt, dass die Hoffnung der Juden auf eine eigene Nation dem Bürgerrechtsstatus schaden würde, der in fast hundert Jahren so hart erkämpft worden war. In Russland und Osteuropa gab es viele Juden, die glaubten, dass die Rückkehr in einen weltlichen Staat im Land Israel der jüdischen Religion in der Form, wie sie sie so viele Generation ausgeübt hatten, schaden würde. Diese Debatten gewannen nach dem Ersten Weltkrieg eine neue Form und Realität, als viele unterdrückte Völker – das polnische Volk eingeschlossen – ihre eigenen nationalen Hoffnungen verwirklichen konnten.

Diese drei Punkte – Leben im Geist der Gebote, die Geschichte von Gottes Liebe für Israel und die Hoffnung auf eine Rückkehr nach Zion – wurden alle von der Schoah herausgefordert.Hitlers Politik des Völkermordes verneinte die Existenz Gottes – aber er behielt dem Volk Israel und dessen Gott einen besonderen Hass vor. Der Nazismus glaubte in seinem Kern, dass die Juden Parasiten wären, die die Menschheit infizierten. Die systematische Separation und Verfolgung der Juden in Deutschland von 1933-1939, gefolgt von der Auslöschung der jüdischen Gemeinden im Osten von 1939-1945 (einschließlich der Endlösung) war auf der Annahme begründet, dass die Welt geläutert und gereinigt sein würde. Daher kam der Ausdruck Judenrein – eine Läuterung und Reinigung einer geographischen Region von den Juden.

Die Schoah und ihr Netz von Zwangsarbeitslagern und Todeslagern warfen ein schwarzes Tuch über die Leben, Handlungen und Hoffnungen der jüdischen Gemeinde. Sie waren exiliert inmitten ihres Exils – aus ihren Dörfern und Städten umgesiedelt in Ghettos, wo sie systematisch ausgehungert wurden. Sie wurden in fremde Länder transportiert, in Todeslager, wo sie als Zwangsarbeiter schufteten (wo sie ihr Schicksal mit nicht-jüdischen Opfern teilten). In diesen Lagern waren sie der Grausamkeit der SS oder anderer Gefangener ausgesetzt, die die Aufsicht über ihre täglichen Aufgaben hatten. Sie entdeckten ein Leben, das bar der Möglichkeit war, die Gebote zu befolgen und bar von Menschen, die Nächstenliebe übten. Sie erwarteten täglich das Urteil, ob sie leben oder sterben würden – jeden Morgen wurden sie zum Appell befohlen und durchlitten den Prozess der Selektion, dessen Ergebnis von ihrem Aussehen und ihrer Gesundheit abhing. Öfter jedoch wurden się ihrer letzten Besitztümer beraubt und zum Duschen geschickt (die Duschen waren in Wahrheit Gaskammern) wo sie einen qualvollen Tod starben: Frauen, Kinder und alte Männer. Besonders im Sommer 1944 quoll aus den Krematorien der Rauch verbrennender menschlicher Körper, deren Asche in Wasserlöcher gekippt wurde. Eine ironische Umkehrung der Opfer im Heiligtum des alten Tempels in Jerusalem. Sogar die Würde eines ordentlichen Begräbnisses mit trauernden Angehörigen war diesen Menschen verwehrt.

Diese Beschreibung soll zeigen, dass die Schoah für die jüdische Theologie kein abstraktes Konzept gewesen ist. Hitlers Plan zur Vernichtung des jüdischen Volkes und die Komplizenschaft der Menschen, die an der Ermordung von Juden beteiligt waren, war nicht lediglich ein Objekt der Spekulation. Es war ein grundsätzlicher Angriff auf die Kernauffassungen des Judentums, die die Juden fast zweitausend Jahre lang gefördert hatten. Jegliche Theologie oder theologisches Denken nach Auschwitz musste sich mit der Realität auseinandersetzen, dass die Existenz von Auschwitz und anderen Todeslagern – die Endlösung  – eine Negation nicht nur des jüdischen Lebens ist, sondern auch ein Angriff auf eine Lebensweise in der Gegenwart Gottes, die die Tora, die Gebote und Taten handelnder Nächstenliebe einschloss.

Wenn wir über diese Negationen nachdenken, betrachten wir drei Fragen:

Wo war Gott in Auschwitz?

Falls der Bund zwischen dem jüdischen Volk und seinem Gott für Schutz und gegenseitige Sorge stand, wo war der Gott, zu dem die Juden beteten? Wo blieb die göttliche Intervention während der Transporte zu den Todeslagern? Wo war Gott, als Kinder in ihren Tod geführt wurden? Der biblische Gott hatte erklärt, dass Gott nicht den Tod des Sünders wünscht sondern nur, dass der Sünder zu Gott zurückkehrt. Betrachtete Gott die Juden, die durch die Hände der Einsatzgruppen und auf Anweisung von Dr. Mengele starben, als Sünder? Waren die Nazis Instrumente des göttlichen Zorns ebenso wie Nebukadnezar als Geißel des göttlichen Zorns das jüdische Volk strafte?

Wo war der Mensch in Auschwitz?

Wenn die Menschen nach dem Bild Gottes geformt waren, wie konnte es dann möglich sein, Menschen so zu behandeln, wie die Juden während der Schoah behandelt wurden? Wie konnten die Menschen ihre Augen von den Grausamkeiten abwenden, die sie jeden Tag in Auschwitz verübten, und des Abends zu ihren Familien heimkehren und mit ihren Kindern spielen? Wie war es möglich, im warmen gemütlichen Zuhause in der Nähe der Lager zu schlafen, während Tausende von Menschen verhungerten, keine Möglichkeit hatten, sich zu waschen oder selbst auf die Toilette zu gehen? Wenn die Lehren des Christentums (die Geburtsreligion der Täter) das Gebot lehrte „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe“, wo war die Möglichkeit zu lieben inmitten von Auschwitz?
Was ist zu den allmählichen Veränderungen zu sagen, die bei den Juden, die in besetzten Ländern unter der Naziherrschaft lebten, auftraten?
Warum widerstanden sie ihren Wärtern nicht und weigerten sich, zu arbeiten? Warum leisteten sie nicht physischen und bewaffneten Widerstand? Wie war es möglich, dass sie sich wie Schafe zur Schlachtbank führen ließen?
Und im Kontext der Konzentrationslager: Wie konnte es geschehen, dass einige von ihnen zu ‚Kapos’ – zu Aufpassern – wurden, die ihre Mitjuden schlugen?
Wie entbehrten manche schließlich jeglichen menschlichen Gefühls und Seele, dass sie in der langen Nacht der Lager zu unmenschlichen Wesen, zu Muselmännern wurden?

Wie können Juden nach Auschwitz über ihre Tradition sprechen?

Bedeutet die Schoah einen Bruch in der jüdischen Tradition? Die Juden waren Gottes einziges oder erwähltes Volk. Was bedeutet es nach Auschwitz, von Gott erwählt zu sein? Über Generationen dachten die Juden, dass ihr Auserwähltsein bedeutete, dass Gott sie beschützen würde. Bedeutete es nach Auschwitz, dass sie zum Sterben auserwählt seien?

Bedeutete Auschwitz, dass die Juden, die in ihren Tod marschierten, im Moment ihres Todes auf Erlösung warteten und nichts passierte? Der rabbinische Judaismus enthielt Hoffnung, weil er die Auferstehung der Toten versprach, das Gericht der Völker und die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Land unter dem Banner des Messias. Liberale jüdische Theologie des 19. Jahrhunderts interpretierte die klassischen rabbinischen Doktrinen des Jüngsten Gerichtes (Eschatologie) neu als das Anbrechen einer messianischen Ära, in der die ganze Menschheit harmonisch zusammenleben würde. Diese Rabbis und ihre Gemeinden dachten, dass sie die ersten Anzeichen des Jüngsten Gerichtes in der zunehmenden Tolerierung der Juden in der modernen Gesellschaft sähen. Ihr Optimismus wurde von den Ideen vom Fortschritt und von der Evolution der Menschheit gestützt, die unter europäischen und amerikanischen weltlichen und christlichen Intellektuellen so weit verbreitet waren.

Als die Juden in Amerika anfingen, das Ausmaß der Zerstörung der europäischen Gemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg zu begreifen, wurde die Struktur ihrer theologischen und religiösen Weltsicht ernstlich in Frage gestellt. Sie waren dem Leben in einer säkularen Gesellschaft, welche ihnen bürgerliche und religiöse Freiheiten gewährt hatte, zu sehr verhaftet, um sich wieder in die Ghettos zurückzuziehen. Allerdings konnten sie nicht weiterhin den unversehrten Glauben haben, dass alle Menschen dasselbe Ziel gegenseitigen Schutzes und Nächstenliebe verfolgten. Die Juden in Amerika hatten die Lebensweise ihrer Vorfahren hinter sich gelassen in dem Glauben, dass sie in einem besseren Land lebten. Während des 19. Jahrhunderts und bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wussten sie, dass ihre alte Welt immer noch existierte. Sie konnten sich selbst als ‚fortschrittlich’ betrachten. Als ihnen jedoch bewusst wurde, dass Tausende ihrer Angehörigen ermordet worden waren und als sie die Erzählungen der Flüchtlinge hörten, der Überlebenden der Lager und von den Nachkriegs-Pogromen in Russland, Polen und Ungarn, standen sie plötzlich alleine da, ohne Vorfahren, oder mit in die Armut getriebenen europäischen Juden. Die Gründung des Staates Israel bot wenig Anleitung dafür, wie sie sich gegenüber der jüdischen Tradition verhalten sollten. Er entstand aus politischen Überlegungen nach dem Zweiten Weltkrieg und entwickelte sich nach dem Muster eines Nationalstaates – durch Kriege und Waffen. Diese Gründung und Entwicklung war keine Erfüllung biblischer Prophezeiungen oder der vielfältigen Erzählungen vom Jüngsten Gericht im Talmud-Traktat Sanhedrin. Nicht die Stimme Gottes wurde gehört, sondern nur das Geräusch von Waffen, politischen Reden und internationaler Diplomatie. Die liturgische Formulierung des Ober-Rabbinates in Israel, das der neue Staat „der Beginn des Erblühens unserer Erlösung“ sei, zeigt einen hermeneutischen Versuch, den modernen Staat mit den seit Alters her überlieferten Träumen zu verbinden. Das Selbstbewusstsein bezüglich des Platzes des Staates Israel in der jüdischen Theologie hat unter den jüdischen Theologen hitzige Diskussionen provoziert und provoziert sie immer noch.

Wir möchten uns jetzt mit einigen Antwortversuchen auf die theologischen Herausforderungen, die der Holocaust darstellt, auseinandersetzen. Unsere Zusammenfassung wird lediglich eine geistige Karte des Gebiets darstellen, die von jüdischen Denkern nach der Zerstörung der europäischen Gemeinden gezeichnet wurde. Es sollen drei verschiedene Arten theologischer Herangehensweisen diskutiert werden. Als erstes sollen Gotteslehren untersucht werden, die die Schoah in einem Kontinuum rabbinischer oder biblischer Bilder und Gedanken sehen: der Holocaust als Kontinuität. An zweiter Stelle stehen die Lehren, die den Holocaust als einen Bruch mit der Vergangenheit oder als eine Unterbrechung beschreiben. Für diese Theologen gibt es keine Möglichkeit, eine Kontinuität jüdischer Theologie vor und nach Auschwitz aufrechtzuerhalten. Im dritten Teil sollen die Versuche der jüdischen Theologen untersucht werden, die die Diskontinuität oder Unterbrechung, die der Holocaust verursacht hat, anerkennen, die aber ebenso eine neue Herangehensweise an die Theologie entwickeln. Für diese Theologen ist Auschwitz ein Punkt der Neuorientierung, ein Wendepunkt in der Geschichte philosophischen und theologischen Denkens über den Judaismus. Sie wollen einen neuen Zweck im jüdischen Leben in der Welt nach der Schoah finden. Der Überblick soll mit einigen Anmerkungen zur Rolle der Schoah in der öffentlichen Darstellung des Judaismus in Amerika abgeschlossen werden.
 
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