Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Kreuzwegmeditation in Auschwitz-Birkenau

Diese Meditationen verdankt sich der Tradition des Kreuzweges in der Gemeinde von Brzezinka. Durch sie wollen wir derer gedenken, die in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Wenn wir in Auschwitz-Birkenau den Kreuzweg gehen, gehen wir geistlich einen doppelten Weg: wir gehen mit den Menschen, die hier litten und starben und die auf diesem Weg ihren Glauben verloren oder ein Zeugnis tiefen Glaubens gegeben haben. Und wir gehen den Weg des Leidens und Sterbens Jesu Christi mit, glaubend, dass Christus den Weg der Menschen hier mitgegangen ist.
   
 

Verlag UNUM, Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim, Kraków-Oświęcim 2012
Biblioteka Centrum Dialogu i Modlitwy 14
[leider auf Deutsch zur Zeit nicht lieferbar]
Erhältlich in polnischer, italienischer, englischer, französischer, russischer Sprache.
Kontakt: edukacja@cdim.pl


Einführung

Glauben in Auschwitz ist immer auch ein Ringen um den Glauben. Unser Glaube an Gott wird hier zur Suche nach Gott, die unun­terbrochen auf die Frage stößt: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Anders ist in Auschwitz Beten gar nicht möglich. Diese Kreuzwegmeditation wollen wir als solch ein Ringen um Gott - und um den Menschen - begreifen. Dabei begegnen uns auch große Glaubenszeugnisse. Aber leere Phrasen werden hier zur Beleidigung der Opfer.
Wenn wir in Auschwitz-Birkenau den Kreuzweg gehen, gehen wir geistig einen doppelten Weg: wir gehen mit den Menschen, die hier litten und starben, und die auf diesem Weg oft auch ihren Glauben verloren haben. Und wir gehen den Weg des Leidens und Sterbens Jesu Christi mit, glaubend, dass Christus den Weg der Menschen hier mitgegangen ist. Er führt uns den Weg zu den Opfern, in die Solidarität mit ihnen, denn alleine würden wir wahrscheinlich davonlaufen.
Die folgenden Kreuzwegstationen sind jeweils folgendermaßen aufgebaut: Auf ein Bibelzitat folgt eine Erinnerung an die Lagerwirklichkeit, dann einige Gedanken dazu und ein Gebet.

1.STATION

Jesus wird zum Tode verurteilt

Bibelstelle
In Galiläa sagte Jesus zu seinen Jüngern: "Der Men­schensohn wird den Menschen ausgeliefert werden und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferste­hen." Da wurden sie sehr traurig. (Mt.17,22f)

Lagererinnerungen
Das Konzentrationslager Auschwitz wurde im Juni 1940 gegründet, anfangs für polnische , dann auch für russische Kriegsgefangene. Ab 1942 wurde dieses Lager zum Ort der fabrikmäßigen Menschenmassenvernichtung, vor allem der Juden. Ungefähr 1 Million Juden, 75.000 Polen, 21.000 Zigeuner, 15.000 russische Kriegsgefangene und Andere wurden hier ermordet. Wer in Auschwitz ankam, wusste in der Regel nicht, was ihn erwartete. Vielfach bezeugt sind die Begrüßungsworte des Lagerführers Fritsch: "Das hier ist ein Konzentrationslager. ... Es gibt hier keinen anderen Ausgang als durch den Schornstein des Krematoriums!"

Meditation
Beten wir für alle, die zum Tode verurteilt sind, die ausgestoßen werden aus der Gesellschaft, die niemand mehr haben will, die ganz einfach "weg" sollen. Beten wir für alle, die damit leben müssen, dass ihnen alle Träume ihres Lebens zerstört werden, weil die politische Situation oder die gesellschaftlichen Umstände sie ihrer Lebensmög­lichkei­ten berauben, wie in den heutigen Kriegsgebieten, wie in den Hungergebieten der Welt.

Gebet
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: "Was Ihr den geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt Ihr mir getan. Was Ihr ihnen nicht getan habt, das habt Ihr mir nicht getan." Hilf uns, diesen Satz immer tiefer zu begreifen.
 

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