Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Manfred Deselaers, Oświęcim, Polen


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Pfarrer Dr. Manfred Deselaers arbeitet als Auslandsseelsorger der Deutschen Bischofskonferenz am Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim.

Film
 

Text:
Als ich vor 2 Jahren das Kloster St. Magdalena in Speyer besuchte, wo Edith Stein als Lehrerin gewohnt hatte, zeigte mir eine Ordensschwester eine Ecke in der Kirche und erzählte mir, dass hier Edith Stein viel, manchmal die ganze Nacht durch, gebetet hatte.

Ich sehe sie vor mir, wie sie in der Kapelle saß und mit Christus sprach. Edith Stein wusste damals schon, 10 Jahre vor Hitlers Machtergreifung, dass das Leben ihres jüdischen Volkes, die Zukunft Deutschlands und ihr eigenes Leben in großer Gefahr waren. Sie war sich sicher, dass Christus Sie voller Liebe anschaute und ihr zuhörte. All ihre Sorgen und Ängste waren geborgen in seinem Herzen. So sagte sie ihr Ja. Sie war bereit den Weg zu gehen, auf den Gott sie rief.
 
***

Edith Stein lebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ich lebe heute in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts.
Wie sieht meine Welt aus?
Wie soll mein Weg sein?

Ich lebe in einer Zeit, in der viele den Mut zur Nächstenliebe verloren haben und sich in eine verschlossene egoistische Welt zurückziehen.
Es gibt große soziale Ungleichheiten, nicht nur innerhalb einzelner Nationen, sondern auch zwischen den Staaten in Europa und erst recht weltweit.

Es herrscht eine große Unfähigkeit Probleme mit Dialog und Solidarität zu lösen, die Versuchung es mit Gewalt zu tun nimmt zu.

Und die schreckliche Korona Seuche verschärft viele Probleme radikal.

Viele Menschen suchen nach Orientierung und Hoffnung. Aber unsere Kirchen, die uns das eigentlich schenken sollten, sind selbst in einer tiefen Krise und schaffen es oft nicht mehr, den Menschen das Licht Christi zu zeigen und den Weg der Liebe glaubwürdig vorzuleben.
 
***
 
Wie Edith Stein will ich Gott meine Sorgen anvertrauen und ihn bitten mir den Weg zu zeigen, den ich gehen soll.

O guter Gott,
mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens !

Hilf mir
- im Gebet nicht nachzulassen,
- der Liebe zu vertrauen,
- Brücken zwischen Menschen zu bauen,
- Einsame nicht alleine zu lassen,
- Unterdrückten beizustehen,
- mit Bedürftigen zu teilen,
- zu Vergebung und Versöhnung bereit zu sein,
- die Geduld nicht zu verlieren,
- den Tod nicht zu fürchten
- und DIR zu vertrauen.

Darum bitte ich durch Christus, unseren Herrn
und im Vertrauen auf die Fürbitte Edith Steins,
der Heiligen Teresa Benedicta vom Kreuz, Patronin Europas.

Amen.

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