Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Edith Stein Pfarre in Lubliniec, Polen



Auf Anregung des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim laden wir Sie ein, sich die Zeugnisse unserer Gemeindemitglieder über unsere Schutzpatronin anzuschauen.

Teil 1



Monsignore Antoni Zając, der erste Pfarrer dieser Gemeinde

Film ->  (polnisch)

Text:  (Übersetzung)

Wie kommt es, dass Edith Stein, diese große Heilige, Mystikerin, Gelehrte, Philosophin, Märtyrerin, die in der Welt nicht so bekannt ist, in Lubliniec verehrt wird, weithin bekannt ist und viele Einwohner unserer Stadt fasziniert?

Pfarrer Antoni Zając: Die Stadt Lubliniec und ihre Einwohner pflegen, wie vielleicht nirgendwo sonst, das Erbe und verehren ihre große Schutzpatronin, die heilige Edith Stein. Vielleicht liegt das auf der Hand, weil ihre familiären Wurzeln hier liegen und weil sie in ihrer Jugend oft und gerne hier gelebt hat. Doch wie kommt es, dass die Erinnerung an sie in Lubliniec besonders lebendig ist und viele Einwohner der Stadt sich besonders für sie begeistern? Warum ist sie die Schutzpatronin der Stadt Lubliniec? Warum gibt es hier eine engagierte Edith-Stein-Gesellschaft und eine nach ihr benannte katholische Schule?

Dahinter stehen konkrete Menschen, die durch ihre Faszination für die Person Edith Steins andere inspiriert haben und ihrer Figur, ihrer Geistigkeit und ihren Leistungen zu großer Popularität verholfen haben. Zu erwähnen ist vor allem Priester Michał Brzoza, Pfarrer in Lubsza, der ein Jugendfreund der kleinen Edith war. Sie trafen sich auf dem Marktplatz in Lubliniec, spielten zusammen, gingen spazieren und redeten. Pfarrer Leonard Pająk, ein großer Verehrer und Popularisierer der Person der Heiligen Edith in Lubliniec, stammte aus Lubsza und war Schüler und Priesterseminarist bei Pfarrer Michał Brzoza, der ihn mit seiner Faszination und Liebe für die Heilige ansteckte. Unter diesen Personen sollten wir auch Pfarrer Dekan Józef Żurek, Pfarrer Dr. Jan Urbaczka, Pfarrer Dr. Jerzy Pawlik aus Katowice und Herrn Sylwin Bechcicki, den Vorsitzenden von der Edith-Stein-Gesellschaft, erwähnen.

Eine große und wunderbare Frucht dieser Faszination ist der besondere Ort, an dem die heilige Teresa Benedicta vom Kreuz verehrt wird - die neue Kirche im Stadtteil von Lubliniec - Steblów. Hier beten die Gläubigen und ihre Verehrer seit 30 Jahren auf ihre Fürsprache hin zu Gott. In diesem Tempel erklingt ihre Lehre, leuchtet ihre Heiligkeit und strahlt der Reichtum ihrer Spiritualität aus. Aber lassen Sie sich von einem Gemeindemitglied mehr darüber erzählen.


Teil 2



Teresa Garbela, Mitglied im Pfarrgemeinderat

Film ->  (polnisch)

Text:  (Übersetzung)

Wie entwickelt sich der Kult um die Heilige Edith Stein in der Pfarrei und wie inspiriert die Heilige Edith die Gemeindemitglieder?

Teresa Garbela: In den 30 Jahren des Bestehens der Pfarrei hat sich die Geistigkeit entwickelt und ist tief in die Gestalt der Heiligen Edith eingetaucht. Trotz der schwierigen Anfänge in Bezug auf ihre Herkunft, die einige Kontroversen auslösten,
hat die Pfarrgemeinde, die sie kennengelernt hat, sie mehr und mehr verstanden und infolgedessen mehr verehrt und geliebt.

Heilige sind dazu da, den Weg zu Gott zu zeigen. Die heilige Teresa Benedicta vom Kreuz sucht und findet in ihrem gesamten philosophischen Schaffen Gott.

Ihr berühmter Spruch, den wir auf unserem Gemeindebanner verewigt haben, klingt bei uns nach: "Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.” Dieser Satz zieht die Menschen zu Gott, lässt sie ihn gleichsam berühren! Die Geistigkeit unserer Gemeinde lebt und entwickelt sich zu einem großen Teil damit!

Auch die Stadt Lubliniec hat sie 2008 zu ihrer Schutzpatronin gemacht. Zahlreiche Gemeinschaften beten durch ihre Fürsprache. Seit mehr als 25 Jahren gibt die Pfarrei die Monatszeitschrift "Wahrheit und Kreuz" heraus, deren Titel den Schriften der Heiligen Edith entnommen wurde. Der Ziel der Zeitschrift ist, die Geistigkeit zu fördern und die Person der Heiligen Teresa Benedicta vom Kreuz näher zu bringen.

Unsere Pfarrei bewahrt ehrfürchtig die Reliquien der Heiligen auf, die den Gläubigen mehrmals im Jahr zu besonderen Anlässen zur Verehrung zugänglich gemacht werden.

Im Laufe der Jahre sind immer mehr Pilgergruppen, sowohl Laien als auch Geistliche, zu uns gekommen, um mehr über das Leben und das Martyrium der heiligen Edith zu erfahren und um auf ihre Fürsprache hin zu beten.

 
Teil 3



Pfarrer Rafał Grunert

Film ->   (polnisch)
 
Text:  (Übersetzung)

Der Bischof schlug letztes Jahr vor, dass die Pfarrei reif für die Erhebung in den Rang eines Diözesanheiligtums sei. Wie sehen die Vorbereitungen dafür aus und was bedeutet das für die Gemeindemitglieder?

Pfarrer Rafał Grunert: Grüß Gott.

Im vergangenen Jahr wurde ich auf Beschluss des Bischofs von Gliwice zum Pfarrer der Pfarrei St. Teresa Benedicta vom Kreuz - Edith Stein im Stadtteil Steblów in Lubliniec ernannt. Diese Pfarrei, die unter dem Patronat der heiligen Karmeliterin steht, feiert in diesem Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen. In unserer Diözese, in unserer Stadt, die das Patronat der heiligen Teresa hat und von ihrer Gegenwart erfüllt ist, gibt es viele Gläubige und Menschen, die vom Leben dieser großen Heiligen fasziniert sind. Wie wir wissen, stammte sie aus einer jüdischen Familie, und dieser Hintergrund führte schließlich zu ihrem Märtyrertod, aber in der katholischen Kirche blicken wir in besonderer Weise auf ihre Hingabe an Christus. Als Braut des Herrn gab sie ihm ihr Leben ganz hin, indem sie den Kreuzweg ging. Es gibt viele Dimensionen ihres Lebens, die anziehend und inspirierend sein können, wie zum Beispiel die Suche nach Wahrheit, die den größten Teil ihres Lebens ausfüllte und sie schließlich zu Christus führte.

In einer Welt, in der sich die Menschen immer mehr verirren und zu Besitzern ihrer eigenen subjektiven Wahrheiten oder Halbwahrheiten werden, wird die Heilige Edith Stein durch ihre Suche nach der Wahrheit ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu einem Leuchtturm für diejenigen, die einen sicheren Hafen suchen. In einer Welt, in der die Menschen zerstritten sind und ihren Nächsten mit zunehmender Abneigung, ja sogar mit Hass begegnen, zeigt sie durch das Ende ihres irdischen Lebens auf, wo die mangelnde Liebe und die mangelnde Achtung der Gebote Gottes letztlich führt. Daher scheint sie für unsere Zeit als Patronin der Schüler Christi besonders geeignet.

Dieser Wunsch des Bischofs von Gliwice Jan Kopiec, unsere Pfarrei zu einem Heiligtum der Patronin Europas zu machen, ist eine große Herausforderung für unsere gesamte Pfarrgemeinde. Denn das Heiligtum ist ein Ort des inbrünstigen Gebets, der Verkündigung des Wortes Gottes, der Spendung der Sakramente und der Pflege der mit diesem Gnadenort verbundenen Frömmigkeit. Vor uns liegt also die Zeit der Stärkung der Bindung an unsere Schutzpatronin und die Suche nach jener geistigen Identität, die mit der Gemeinschaft der Kirche geteilt werden kann. Dieser Wunsch unseres Bischofs soll uns dazu führen, ihr Leben und ihre Geistigkeit noch besser kennen zu lernen und so den Weg zu finden, den wir mit ihr auf ihrem geistlichen Pilgerweg gehen können.

 

Kontakt


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