Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Dialog an der Schwelle von Auschwitz. Band 1.

Das Buch versammelt Vorträge, die im Rahmen von „Studientagen am Rande von Auschwitz“ im Zentrum für Dialog und Gebet in Oswiecim gehalten wurden, mit jüdischen und christlichen, deutschen, polnischen, amerikanischen und israelischen Referenten und Teilnehmenden. Dabei sprachen die Referenten vor allem über sich selbst, nicht über Andere: Deutsche über die deutsche Perspektive, Polen über die polnische, Christen über die christliche und Juden über die jüdische. So entstand eine Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens und des Versuches, einander zu verstehen.
 
 

Hrsg. von Manfred Deselaers
Biblioteka Centrum Dialogu i Modlitwy 2
Verlag UNUM, Zentrum für Dialog und Gebet Oświęcim, Krakau 2003
[Leider nicht mehr lieferbar.]
Erhältlich in polnischer Sprache, eine Textauswahl in englischer Sprache.
Kontakt: edukacja@cdim.pl

 

Aus der Einführung

In diesem Buch veröffentlichen wir Vorträge, die im Rahmen von „Studientagen am Rande zu Auschwitz“ im Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim gehalten wurden. Wir haben jüdische und christliche, deutsche, polnische, amerikanische, israelische … Referenten und Teilnehmende gesucht, die bereit waren, sich auf eine Begegnung an der Schwelle von Auschwitz einzulassen. Dabei sprachen die Referenten vor allem über sich selbst, nicht über Andere: Deutsche über die deutsche, Polen über die polnische, Christen über die christliche, Juden über die jüdische Perspektive. So entstand eine Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens und des Versuches, einander zu verstehen.

Agata Kroh, eine polnische Studentin, fasste zusammen, was wohl alle Teilnehmer empfanden: „Das jedoch, was bei den Begegnungen das Wichtigste war, ist nicht in diesem Buch zu finden, weil es da nicht sein kann. Vor allem der Ort der Begegnung war ungeheuer wichtig – die Erde von Auschwitz. Die Tatsache, dass wir über so schwierige Themen gerade hier gesprochen (und auch geschwiegen!) haben, hatte eine erstrangige Bedeutung. Unabhängig davon wer wir sind, muss sich jeder Mensch, der hierher kommt, in sich selbst mit der Geschichte dieses Ortes, mit seiner Bedeutung, mit den moralischen und existentiellen Konsequenzen dieser Vergangenheit auseinandersetzen. In gewisser Weise bleibt an diesem Ort jeder allein. Es ist ein Unterschied, ob man diese Worte zuhause liest, oder ob man, wenn man den Besuch in Auschwitz und Birkenau noch frisch in Erinnerung hat, hört, wie sie bewegt und manchmal mit deutlicher Mühe gesprochen werden. Ein großer Wert bei diesen Treffen war die Begegnung mit anderen Menschen. Ein besonderes Zeichen war unsere gemeinsame Anwesenheit in Auschwitz. Gemeinsam erstens als Menschen; obwohl sich jeder allein mit dieser Erde konfrontieren muss, wollten wir zugleich dort gemeinsam sein. Nicht, um irgendjemanden zu überzeugen, sondern um gegenseitig aufeinander zu hören, eine andere Sichtweise zu lernen und das eigene Herz für die Betroffenheit der Anderen zu weiten. Unsere Gegenwart war gemeinsam auch auf der religiösen und nationalen Ebene – denn an den Begegnungen nahmen Christen und Juden aus Polen, Israel, Deutschland und den USA teil. Schon allein die Tatsache, dass wir gemeinsam Auschwitz und Birkenau besichtigt haben, wurde zu einem Ereignis mit großer symbolischer Bedeutung! Trotz dessen, was auf Papier nicht ausgedrückt werden kann, haben wir uns die Mühe gemacht, dieses Buch herauszugeben. Wir glauben nämlich, dass das Zeugnis der Menschen, die mit viel Mut und Ehrlichkeit von ihrem Leben gesprochen haben, nicht verloren gehen sollte. Auf der Erde von Auschwitz hat jedes Wort besonderes Gewicht, nicht nur in Bezug darauf, wovon es sprechen will, sondern auch, und vielleicht in diesem Fall besonders, in Bezug darauf, wo es gesprochen wurde. Wer diese Vorträge liest, sollte daran denken.  Das Buch beansprucht nicht, die Frage nach Auschwitz zu beantworten. Es will vielmehr eine Hilfe sein, Fragen zu stellen und zu zeigen, dass sie jeden Menschen betreffen.“
 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort – Kardinal Franciszek Macharski

Einführung: Dialog an der Schwelle von Auschwitz? – Manfred Deselaers

I. DAS ZEUGNIS DER GESCHICHTE

Auschwitz gestern und heute. Habe ich ein Recht, mich hier glücklich zu fühlen? – Halina Birenbaum

Zeugnisse religiösen Lebens von Häftlingen in den Konzentrationslagern – Wiesław J. Wysocki

Klischees der Erinnerung – Marian Kołodziej

Die Perspektive der Täter: das Beispiel des Kommandanten Rudolf Höß – Manfred Deselaers

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Geschichte und Symbolik – Teresa Świebocka

II. DIE SYMBOLISCHE BEDEUTUNG VON AUSCHWITZ

Theologie nach Auschwitz

Der Blick auf  “Auschwitz” aus polnischer Perspektive – Łukasz Kamykowski

Die Unfähigkeit zu sprechen – Sacha Pečarič

Jüdische Theologie nach der Shoah in den USA – Michael Signer

Christliche Theologie nach Auschwitz in Deutschland – Klaus Kienzler

Erlösungstheologie nach Auschwitz? – Michele de Goedt

Dialog nach Auschwitz

Theologie des Dialoges – Łukasz Kamykowski

Dialogerfahrungen in Polen – Marek Nowak

Dialogerfahrungen in Deutschland - Hanspeter Heinz

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