Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Sacha Pecaric – Die Unfähigkeit zu reden. Eine orthodoxe jüdische Perspektive

Rabbi Sacha Pečarič

Die Unfähigkeit zu reden

Ich glaube nicht, dass ich wirklich geeignet bin, zu diesem Thema zu reden, weil ich so jung bin, dass ich mich an den Krieg nicht erinnern kann. Darüber hinaus bin ich hierhergekommen als Repräsentant einer speziellen Richtung des Judentums, innerhalb dessen man in einer ganz besonderen Art und Weise auf gewisse Dinge schaut. Dennoch denke ich, dass es außerordentlich wichtig ist, den Blick des orthodoxen Judentums auf ein so kompliziertes Thema wie Auschwitz mit in Betracht zu ziehen. Denn dessen Standpunkt unterscheidet sich nicht nur von der Perspektive der Nicht-Juden, sondern auch von der Perspektive anderer Juden, ob in Israel oder in Amerika. In Israel wie in Amerika leben bekanntlich Juden mit sehr unterschiedlichen Positionen; das Spektrum reicht von nicht-gläubigen bis zu reformierten, konservativen oder zionistischen Juden. Alles, was ich hier sage, sind meine Ansichten, die den Standpunkt des orthodoxen Judentums widerspiegeln.
Missverständnisse resultieren häufig aus der Unkenntnis der realen Gegebenheiten. Missverständnisse begegnen uns nicht nur auf nicht-jüdischer Seite. Früher war das orthodoxe Judentum oder allgemein das existierende Judentum ein nach außen abgeschottetes Milieu. Juden waren isoliert, und zwar nicht nur durch das Ghetto, das sie physisch ausgrenzte. Juden isolierten sich auch selbst von der nicht-religiösen, katholischen oder sonstigen Umwelt. Daher bemühe ich mich erst einmal, Ihnen zu erläutern, was Judentum bedeutet, damit anschließend die Position des religiösen Juden eingenommen und mit dessen Blick der Holocaust betrachtet werden kann.

Der Jude orientiert sich in seinem Leben an den Weisungen der Thora. Die Thora, das sind nach allgemeinem Verständnis die Fünf Bücher Mose; sie werden gelegentlich als Gesetz bezeichnet, was falsch ist. Denn das Wort Thora kommt im Hebräischen vom Wort hoora, was Göttliche Weisung bedeutet. Deshalb übernimmt die Thora nicht die Rolle eines Gesetzes oder Buches, sondern sie ist Anleitung zum Leben. Es ist kein Buch für das Regal, kein Buch, das man studieren soll (und manchmal studiert, aber manchmal auch nicht), sondern sie ist ein wahres Abbild des Lebens selbst. Wenn ich eine technische Anlage bedienen will, benötige ich ein Handbuch. Wenn ich wie ein Mensch leben will, so benötige ich einen Wegweiser, damit ich weiß, was ich tun soll.
Es ist sehr wichtig zu sehen, wie stark der Jude mit der Thora verbunden ist. Die Thora enthält 613 Gebote – 248 positive und 365 negative. Die Thora umfasst zwei Teile: die schriftliche Thora – das sind die Fünf Bücher, die auf Pergament geschrieben sind und in einem hölzernen Schrein in der Synagoge aufbewahrt werden – und die mündliche Thora. Beide Teile sind sehr eng miteinander verbunden. Sie sind außergewöhnlich wichtig für den religiösen Juden, und hier spreche ich ganz bewusst nicht vom orthodoxen Juden, denn das ist ein neues Wort, sondern allgemein vom Juden, der mit der jüdischen Tradition verbunden ist. Ein solcher Jude kann an den einen Teil nicht losgelöst vom zweiten denken.
Der Talmud, der ein Teil der mündlichen Thora ist, enthält 63 Traktate – dies sind lange Betrachtungen, die im Verlauf von fünf Jahrhunderten entstanden sind. Die Mischna, ein Teil des Talmuds, wurde im 2. Jahrhundert geschrieben. In den folgenden 300-400 Jahren kristallisierte sich der Talmud in den Jeschiwen – den jüdischen Hochschulen – heraus. Die Mischna wurde einzig und allein im Kontext einer sehr unsicheren politischen Situation in Israel geschrieben. Es sei daran erinnert: Dies war zur Zeit der Zerstörung des Zweiten Tempels. Die damaligen Rabbiner entschieden, dass Rabbi Jehuda Hanasi jenen Teil niederschreiben solle, den wir Mischna nennen. Auf diese Weise entstand eine Tradition, die, obwohl sie schriftlich fixiert wurde, mündliche Tradition genannt wird, denn ihre Niederschrift war ursprünglich nicht vorgesehen. Wir wissen also, dass, selbst wenn ein Fragment aufgeschrieben wurde, dies nicht bedeutet, dass es sich dabei um die schriftliche Thora handelt.

Die Thora wird immer am Morgen des Schabbat gelesen; außerdem, wenn auch kürzer, am Montag und am Donnerstagmorgen sowie an den Feiertagen. Sehr wichtig ist in der Thora, dass jedes Wort eine bestimmte, festgelegte Melodie hat. Im Hebräischen gibt es keine Vokale. In einem schriftlichen Text sind also keine Vokale markiert. Im Druck hat man dem Text später Vokalpunkte hinzugefügt, nicht aber in der liturgischen Thora, die in der Synagoge verwendet wird. Deshalb hat derjenige, der in der Synagoge die Thora liest, nur die Konsonanten vor sich. Derjenige, der liest, muss den Text hervorragend kennen, denn er darf bei der Vokalergänzung keinen Fehler machen. Eine weitere Sache, die er beherrschen muss, hängt damit zusammen, dass jedes Wort auch eine festgelegte Intonation besitzt, das heißt einen musikalischen Ton. Zum Beispiel das Wort adam, Mensch, wird in der Thora mit 3 Buchstaben geschrieben. Aber das Wort adam ist mit dem Zeichen pazer versehen, was bewirkt, dass das Wort adam als adaaaam vorgelesen werden muss – genau auf diese Weise. In Noten geschrieben würde das Zeichen pazer wie folgt aussehen: C C D E F G A H A G F F [Die Intonation des zweiten a steigt an und fällt wieder ab – Anm. AK]. Jedes Wort in der Thora ist mit einem von insgesamt 28 musikalischen Zeichen versehen.
Jedes der Bücher der Propheten hat ebenfalls eine eigene Melodie. Ähnlich ist es bei dem, was wir Chamesz megilot, bzw. die fünf Rollen nennen, die an den Feiertagen gelesen werden. Und auch jedes der Fünf Bücher der Bibel, des Tanach, hat seine eigene festgelegte Melodie. Derjenige, der vorliest, muss sich in ihnen so gut auskennen, dass er fehlerfrei vortragen kann. Diese Musik und die aus ihr entspringende Geistigkeit ist eine Bereicherung der Sprache. Dies ist die Musik der schriftlichen Thora.
Es gibt auch eine Musik der mündlichen Thora. Wenn jemand die Jeschiwa betritt, hört er die Musik des Lebens. Dort sind, sagen wir 50-100 Personen, die einander gegenüber sitzen und sich gewöhnlich permanent gegenseitig anschreien. Daher stammt die Redewendung: ‚ein Lärm wie in einer Judenschule’. Dort hört die Musik nur in einem Moment auf – wenn im Stehen still gebetet wird. Nur dann ist es in der Jeschiwa still, es tritt eine Pause ein, in der man alles andere hören kann, nur kein Gespräch. Es lohnt sich hier daran zu erinnern, dass die Argumentation des Talmuds, die Dialektik des Talmuds, ebenfalls musikalisch differenziert wird. Das heißt, im einführenden Argument hebt sich die Stimme: „Wenn ich sage jaaaaaa“. Und danach fällt sie wieder ab: „Ich könnte sagen jaaaaaa“. In der Argumentation wechseln hohe und tiefe Töne einander fortwährend ab.

Das Problem liegt darin, dass es früher in Polen sehr viel von dieser Musik gab. Heute gibt es diese Musik einfach nicht mehr. Zurück blieb etwas, das mit dem Reichtum, den es hier vor dem Krieg gegeben hat, überhaupt nicht zu vergleichen ist. Die Musik der jüdischen Welt war so lebendig, dass in Polen jeder ihr Echo hören konnte, nicht nur die Juden.
 
Kehren wir jedoch noch einmal zu dem Moment der Stille zurück. Im Hebräischen gibt es zwei Wörter für Stille. Das eine bezeichnet die Stille, wenn der Mensch nicht redet (sztika). Aber es gibt auch ein zweites Wort für Stille (dumija) – und das ist die Stille, wenn der Mensch stumm ist, wenn der Mensch nicht mehr fähig ist zu reden. Und im Grunde wird dieses zweite Wort, die Unfähigkeit zu reden, auch benutzt, wenn es in Israel großes Leid gibt – dann ist es nicht eine Stille, wenn es nichts mehr zu sagen gibt, sondern ein stilles Leiden, das nicht sprechen kann.

Ich denke, das ist das Minimum, was als Einführung gesagt werden muss, damit wir die Sichtweise des orthodoxen Judentums, des religiösen Judentums auf den Holocaust – ein Ereignis, über das es in der Tat schwer ist zu reden – verstehen können. Schauen wir, wie die Antwort eines religiösen Menschen auf etwas ist, das schwer mit Worten auszudrücken ist. Wenn wir hier vielleicht 40 Personen sind, dann stellen Sie sich bitte vor, wie viel 400 Menschen sind. Und stellen Sie sich bitte vor, wie viel 4000 sind. Und überlegen Sie sich bitte, wie viel 40 000 Menschen sind – schon das sich vorzustellen fällt uns schwer. Oder wie viel 400 000 Menschen sind. Sie erinnern mich an die Błonie-Wiesen in Krakau. Wenn sie voll von Menschen sind, wie viele Menschen sind dann dort? Und es sind Menschen, die einmal Kinder waren, die Eltern hatten, die einen Vornamen und einen Nachnamen hatten. In einem bestimmten Moment lädt sie jemand in Waggons und Lastwagen. Irgendwo kommen sie an, doch ihre Arglosigkeit ist mit der eines Huhnes vergleichbar, das im nächsten Moment getötet wird. Es hat keine Vorstellung von dem, was passieren wird. Und fünfzehn Minuten oder eine halbe Stunde später, und diese Geistigkeit, dieses Leben, diesen ganzen Mikrokosmos, von dem wir gesprochen haben – gibt es nicht mehr. Alle wurden ermordet: mit ihren Eltern, Brüdern und Enkeln.

Wir sind hier, um noch über etwas anderes zu reden. Was ist in einem Menschen, das ihn befähigt, nachdem er zwei oder drei Jahre in solch einer Wirklichkeit gelebt hat, am Ende seiner Notizen zu schreiben: „Und trotz allem glaube ich, dass die Menschen ihrem Wesen nach gut sind.“ Das ist ein Satz aus dem Tagebuch der Anne Frank. Dort steht folgender Satz: „Trotz allem glaube ich, dass die Menschen gut sind.“ Was verleitet einen Menschen dazu, einen solchen Satz zu schreiben, nachdem er nicht nur einen Tag, nicht eine Woche oder einen Monat, sondern mehrere Jahre in vollkommener Angst gelebt hat. Das ist die Frage, die ich mir stellen möchte.

Gehen wir weiter zum Rebbe von Piaseczna, zum Rabbi Kalonimus Kalman Szpira und zu allen Menschen, die in den Gaskammern ermordet wurden. Selbst sie waren nicht fähig, daran zu zweifeln, dass der Mensch gut ist. Ihre Arglosigkeit war derart, dass es niemandem in den Sinn kam, es könne schlecht enden. Damals gab es nur sehr wenige Menschen, die fähig waren zu zweifeln oder eine Ahnung hatten, was geschehen würde.

In der Thora gibt es einen Vers, in dem es heißt, dass Gott, wenn die Juden nicht gut sind, mit ester panim, mit der Verhüllung seines Gesichtes reagieren wird. Der Wortstamm str ist auch in Worten wie z. B. Mysterium. Das Wort nistar – Mysterium – bedeutet nicht etwas, das wir niemals verstehen können, sondern etwas, das verborgen ist, in das wir keine Einsicht haben. Und in dem schon erwähnten Vers heißt es, dass Gott, wenn sich die Juden nicht richtig verhalten, mit ester panim reagieren wird, das heißt er wird sich abwenden, er wird sein Gesicht bedecken.
In der Thora gibt es sehr viele anthropomorphe Bilder. Sie müssen so übersetzt werden, dass deutlich wird, dass Gott keine physischen Eigenschaften hat. Gewöhnlich wird das Wort panim, das Gesicht bedeutet, übersetzt mit Obhut, Fürsorge, Vorsehung. Also: Wenn Gott auf Israel schaut, dann ist Israel unter göttlicher Obhut, und dann kann Israel nichts zustoßen. Die gängige Übersetzung des Verses lautet also: Wenn Gott das Gesicht abwendet, es verbirgt, dann gibt es diese göttliche Fürsorge nicht und dann kann alles geschehen.

Bevor ich erkläre, wie radikal anders Rabbi Kalonimus Kalman Szpira diesen Vers versteht, möchte ich daran erinnern, dass das ein Mensch war, der fast von Beginn an im Warschauer Ghetto war. Er geht durch die Straßen und sieht, wie die Menschen sterben. Er lebt dort und an jedem Feiertag und an jedem Schabbat spricht er in der Synagoge zu den Menschen. Wenn wir in seinem Buch „Esz kodesz“, bzw. „Das heilige Feuer“ lesen, haben wir im Grunde fast nie ein Gefühl für das, was dort geschieht. Es ist vollkommen losgelöst von der Geschichte. An keiner Stelle steht darin z. B., dass die Deutschen so und so viele Menschen ermordeten. Es enthält allein geistige Betrachtungen. Rabbi Kalonimus Kalman Szpira erklärt einfach die Thora, so wie es die Rabbiner seit Jahrhunderten taten – er interpretiert die Verse, erklärt, wie man sich verhalten soll. Andererseits, wenn wir dieses Buch lesen, ist in ihm überall das Echo der Geschichte – irgendwie befinden wir uns doch im Warschauer Ghetto.

Am Ende enthält das Buch Betrachtungen, die sich einer Theodizee nähern. Eine Theodizee hat im Grunde zum Ziel, eine Möglichkeit zu finden, wie Gott angesichts des Bösen, das vor unseren Augen geschieht, gerechtfertigt werden kann. Denn manchmal sagen die Menschen „Wie konnte Gott zulassen, dass jemand tötet, dass Krieg ist?“ Selbstverständlich ist dies ein sehr schwerwiegendes Problem.
Für einen religiösen Menschen ist eine Theodizee im Grunde überflüssig. Denn wenn er Gott ernst nimmt, dann sind die Fragen nach dem Warum, Wofür und Wie Er etwas tut, zweitrangig. Erinnern wir uns daran, dass in der Thora geschrieben steht: Du wirst deinen Gott lieben aus ganzem Herzen. Raschi, ein Kommentator des XI. Jahrhunderts, erklärt: aus ganzem Herzen heißt, dass dein Herz vor Gott nicht geteilt sein soll. Und ein zusätzlicher Kommentar von Raschi erläutert, was es heißt, ‚dass dein Herz vor Gott nicht geteilt sein soll’: Dass es dir nicht in den Sinn kommen soll zu fragen, warum es schlechten Menschen gut geht. Dass dir dies nicht in den Sinn kommen soll. Wenn du Gott wirklich aus ganzem Herzen liebst, dann kannst du nicht einmal darüber nachdenken und fragen: Und warum geht es einem schlechten Menschen gut? Nicht einmal darüber nachdenken! Dieser Raschi ist sehr subtil.

Kehren wir zum Rebbe von Piaseczna zurück und zur Interpretation des Verses, dass Gott sein Gesicht abwendet. Rabbi Kalonimus Kalman Szpira sagt an einem Ort wie dem Warschauer Ghetto und in einer Zeit wie dem Jahr 1943 (und das ist wirklich eine radikale Interpretation dieses Verses): Gott wendet sich nicht deshalb ab, weil er auf sein Volk böse ist, sondern: Gott wendet sein Gesicht ab, weil Gott weint und für sein Volk leidet. Wenn Gott weint, dann darf niemand sein Gesicht sehen. Nicht viele haben einen solchen Zugang. Es ist schwer sich vorzustellen, dass ein Mensch in einem solchen Augenblick sagt: Gott wendet sein Gesicht ab, weil Gott leidet und um sein Volk weint. Das ist sehr schwer zu denken.

Zum jüdischen Volk gehören heute religiöse Menschen, aber auch Juden, die Gott schon lange vergessen haben; dies betrifft z. B. Israelis, die oft recht wenig von Gott wissen. Aber es gibt eine grundlegende Eigenschaft des jüdischen Volkes, die es Menschen wie Anne Frank erlaubt den Satz zu sagen: Ich glaube dennoch, dass die Menschen gut sind. Oder die es Menschen wie Rabbi Kalonimus Kalman Szpira erlaubt zu sagen, dass es Gott sehr bewegt, was geschieht. Alle diese Menschen, die auf so unvorstellbare Weise dem Leben entrissen wurden, verband eines: nicht der Glaube, denn der Glaube ist ein zu enger Begriff. Ich denke, dass Vertrauen das adäquate Wort ist. Vertrauen, dass es einen Sinn in der Welt gibt, dass die Geschichte ein Mosaik ist und dass wir nicht alles begreifen können. Wir begegnen dem Leben mit unserem eigenen stillen Lied, das tief in unserer Seele ist, das sich allein mit dem Wort Vertrauen beschreiben lässt. Ich denke, dass es dies war, was Kraft verlieh. In religiösem Sinne ist es für uns beinahe unmöglich, nicht zu vertrauen.

Die Wahrheit ist die, dass gegenwärtig viele Juden auf der Welt dieses Vertrauen nicht mehr besitzen. Hiermit möchte ich meinen Vortrag über die Sicht des religiösen Judentums auf das Problem des Holocausts beenden; wo einerseits das Leiden so groß ist und doch, andererseits, ein großes Vertrauen existiert, dass man nicht kapitulieren darf, dass gewisse Dinge überdauern müssen. Und zu unserem Glück klingt dieses Lied des Vertrauens heute in gewissem Maße in Israel und in Amerika weiter.
 
Übersetzt von Christoph Bongard
 
 

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