Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Maria Sołtys

Wałbrzych 11.4.2005

 


Mein Nachdenken

 


Es fällt uns sehr schwer, zu den Erinnerungen, zu der schrecklichen Kriegszeit, zur Hitlerokkupation und zu Vernichtungslagern, die über das Land verstreut waren, zurückzukehren.

Als Kind musste ich mit meiner Mutter Lager in Zwierzyniec, in Zamosc, in Lublin - in der Krochmalnastrasse und das Vernichtungslager in Majdanek überstehen. Das alles hat uns betroffen, weil es den Krieg gab und weil wir Polen waren, die gerade in Lubelszczyzna (das Gebiet um Lublin) gewohnt haben. Die Deutschen rächten sich dort an der Zivilbevölkerung für Aktivitäten der Partisanen besonders. Für die Verteidigung des Landes und der dortigen Bevölkerung haben die Partisanen ihr eigenes, junges Leben sehr oft geopfert. Es waren riesige patriotische Aufbrüche unter den Polen, es war ein patriotisches Einsetzen für die Heimat, das wir heute sehr schätzen.

Wir möchten heutzutage, dass junge Leute mit Hass und Feindschaft brechen, den anderen Mensch schätzend und achtend, und absehen davon, wer er ist und ob er schwarz oder weiß ist. Man soll in jedem Mensch einen Mensch, einen Bruder sehen. In Not muss man jedem eine brüderliche Hand, liebe- und verständnisvoll geben.

Es könnte meine Botschaft an die jungen Leute, an die Schüler sein, weil man es, wie Nicole Zach, Daniela Lazenhofer und Sylwia Rapp aus Hollabrunn in Österreich erwähnt haben, in Lehrbüchern nicht finden kann.

Ich schätze die Begegnungen der Jugendlichen, die heutzutage stattfinden, sehr. Besonders schätze ich Begegnen mit Gebet, wobei sich Verständigung und Liebe durchdringen und für die Ärmsten, die trotz Wohlstand in der Welt so viele gibt, Hilfe geleistet wird. Durch die Volontariatsarbeit werden Arme und Kranke unterstützt.

Es ist sehr traurig und es tut mir leid, dass man so wenig die Erlebnisse der ehemaligen Häftlinge, der Zeitzeugen, die Gott überleben und Freiheit erleben gelassen hat, publiziert. Es ist gut, dass die Zeugen der ungeheuerlichen Leiden und Erlebnisse noch am Leben sind. Jugendlichen, wie Ewelina Matyjasik aus Oswiecim, können durch Treffen mit den Zeitzeugen, wie z.B. mit Frau Halina Birenbaum oder mit Herrn Smolen, diese Geschichte kennenlernen. Wie sehr das Leben des Mensches wertvoll ist, können den jungen Menschen besonders die weitergeben, die diese Tragödie der Jahren erlebt haben, damit es keine Unterdrückung, keine Vernichtungslager und Kriege mehr gäbe.

Heute ist es sehr wichtig, dass Schüler aus Deutschland das Gefühl der Zugehörigkeit zu der Nation, die anderen Nationen so viel Böse und Leid angetan hat, haben. Diese Schüler wollen mit den Zeugen des furchtbaren Geschehens einen Kontakt aufnehmen, sie wollen Vernichtungsstätten, die heutzutage Gedenkstätten sind, besuchen. Dass soll dazu beitragen, dass solche Erfahrung keiner mehr machen müsse, was Katarina Hartwig und Anja Lindig aus Jena in Deutschland erwähnt haben. Sie finden es bewundernswert, dass die ehemaligen Häftlinge ihnen ihre Erlebnisse vermitteln wollen, und den sie mit großer Aufmerksamkeit zugehört haben. Die Häftlinge tun es offen und ohne Groll an den deutschen Schülern, und damit sie es irgendwann den weiteren Generationen weitergeben könnten, was der Faschismus verursacht hat und dass die Menschheit in der Zukunft ähnliche Katastrophen vermeiden könnte - was Verena Muckenhuber, Ines Beer und Andrea Hagendorfer aus Hollabrunn in Österreich erwähnen.

Junge Leute fragen uns, die Zeitzeugen, was uns die Kräfte gab, um die Konzentrationslager überleben zu können. Es war sicherlich unser tiefer Glauben an Gott und daran, dass er uns nicht verlässt. Wir haben auch daran geglaubt, dass diese Hölle irgendwann zu Ende sein wird. Gott hat uns jeden Tag Überlebenskräfte verliehen. Der gute Gott war und ist unser bester Vater und Beschützer, der zum Fall des Bösen, das Hitler verursacht hat, geführt hat. Katarina Groiss, Daniela Lazenhofer und Sylwia Rapp aus Hollabrunn in Österreich fragten uns danach.

Zeit heilt alle Wunden. Es fällt schwer, das ganze Leben im Hass zu erleben. Als ich noch vor 15 – 20 Jahre die deutsche Sprache auf der Strasse oder im Zug gehört hatte, hat es bei mir Schluchzer verursacht. Es mussten viele Jahre vergehen, bis wir in der Lage waren, über unsere Erlebnisse erzählen zu können und obwohl mir die Erinnerungen nicht gleichgültig sind, ich erzähle es sehr oft unter Tränen. Es ist die Antwort auf die Frage nach unsere Reaktionen, die Nicole Zach, Natalya Vonic, Daniela Eder aus Hollabrunn in Österreich gestellt haben. Pfeiffer aus Hollabrunn fragt, ob wir Hassgefühl den Henkerknechten entgegenbrachten. Man kann nicht sagen, dass wir für sie Liebe empfanden, weil es Satane in der Menschenhaut waren. Man kann aber die Deutschen, die durch die Henker als Nation auch oft ermordet wurden, nicht hassen. Es sind auch Menschen, denen man vergeben soll, mit denen man in Frieden leben soll und gegen die man freundlich sein soll. Christina Steffen aus Montabaur in Deutschland hat danach gefragt. Die Welt ist klein und wir müssen uns gegenseitig achten und unterstützen, dass es nie und nirgendwo zu einem schrecklichen Kriegen, Morden und Gaskammern käme.

Es ist meine Botschaft an die junge Leute. Es ist unmöglich, die schreckliche Erlebnisse zu vergessen, man kann es nur verzeihen.

Maria Sołtys

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