Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Manfred Deselaers - Edith Stein - von Auschwitz aus gesehen

EDITH STEIN -
VON AUSCHWITZ AUS GESEHEN

Vortrag von Dr. Manfred Deselaers in der Gedenkkirche
Maria Regina Martyrum, Berlin
12. Oktober 1998

Oświęcim - Auschwitz - ist heute eine Stadt mit 50.000 Einwohnern. Ich arbeite dort als deutscher Seelsorger am katholischen Zentrum für Dialog und Gebet in Auschwitz, das zusammen mit dem Neubau des Klosters der Karmelitinnen entstand. In der Kapelle der Schwestern hängt ein Portrait von Edith Stein. Ich bin oft in dieser Kapelle. Für die Schwestern im Karmel ist Edith Stein sehr wichtig, und sie ist auch mir, je mehr ich mich mit ihr beschäftigt habe, immer wichtiger geworden. Sie ist mir so etwas geworden wie meine Patronin an diesem Ort, und das vor allem durch ihre Echtheit. Sie erinnert mich daran, dass es gilt, nicht wegzulaufen, dass es gilt, den Ort, von dem so viel die Rede ist, in seiner Konkretheit ganz ernst zu nehmen und bereit zu sein, sich von ihm wirklich betreffen zu lassen.

Die meisten Menschen, die über Auschwitz reden, tun das in einer großen Betroffenheit. Und sehr oft mit apologetischen Tendenzen. Weil in Auschwitz jeder in seiner Identität berührt ist, ist die Neigung zur Selbstverteidigung sehr groß. Umso mehr möchte ich versuchen, offen zu sein für Begegnung, für Begegnungen mit Menschen, die mich infrage stellen, weil sie andere Erfahrungen haben, weil Auschwitz für sie eine andere Bedeutung hat als für mich. Begegnung tut manchmal auch weh. Aber ganz offen zu sein, ganz wahrhaftig zu sein ist sehr wichtig, weil die Wirklichkeit von Auschwitz so konkret ist. Die Anfrage von Auschwitz ist so konkret, wie die Toten wirklich tot sind.

Mein Vortrag heißt: Edith Stein, von Auschwitz aus gesehen. Ich möchte in zwei Schritten vorgehen. Zuerst will ich davon erzählen, was das heißt: 'von Auschwitz aus gesehen'. Wovon erzählt der Ort uns? Dann will ich danach fragen, was Edith Stein uns auf diesem Hintergrund sagen kann.

 

 



Der ganze Vortrag ist als PDF hier herunterzuladen.

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