Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim

Der Beitrag des CDiM zum christlich–jüdischen Dialog 1990–2013

Manfred Deselaers

Der Beitrag des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim zum christlich-jüdischen Dialog 1990-2013[1]

 

1988 sagte Papst Johannes Paul II.: „Unter den vielfältigen heutigen Initiativen, die im Geist des Konzils für den jüdisch-christlichen Dialog entstehen, möchte ich auf das Zentrum für Information, Erziehung, Begegnung und Gebet hinweisen, das in Polen errichtet wird. Es ist dazu bestimmt, die Shoah sowie das Martyrium des polnischen Volkes und der anderen europäischen Völker während der Zeit des Nationalsozialismus zu erforschen und sich mit ihnen geistig auseinanderzusetzen. Es ist zu wünschen, dass es reiche Früchte hervorbringt und auch für andere Nationen als Vorbild dienen kann.”[2]

Achtzehn Jahre später sagte Papst Benedikt XVI.: „Gottlob wachsen im Umkreis dieser Stätte des Grauens mit der Reinigung des Gedächtnisses, zu der sie uns drängt, vielfältige Initiativen, die dem Bösen eine Grenze setzen, dem Guten Kraft geben wollen. Eben durfte ich das Zentrum für Dialog und Gebet segnen. Ganz nah dabei vollzieht sich das verborgene Leben der Karmelitinnen, die sich besonders dem Geheimnis des Kreuzes Christi verbunden wissen und uns an den Glauben der Christen erinnern, dass Gott selbst in die Hölle der Leiden abgestiegen ist und mit uns leidet. [...] So dürfen wir hoffen, dass aus dem Ort des Grauens Besinnung wächst und dass das Erinnern hilft, dem Bösen zu widerstehen und der Liebe zum Sieg zu verhelfen.”[3]

Das von der Krakauer Stiftung Zentrum für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet geführte Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim (CDiM)[4] entstand im Jahre 1992.  Es ist eine Einrichtung der katholischen Kirche, die der Krakauer Erzbischof Kardinal Franciszek Macharski mit Unterstützung anderer Bischöfe aus ganz Europa und in Absprache mit Vertretern jüdischer Organisationen errichtet hat. Das Anliegen des Zentrums für Dialog und Gebet ist es, in der Nähe des ehemaligen Stammlagers in Auschwitz einen Ort für alle diejenigen zu schaffen, die betroffen sind von dem, was dort geschehen ist. Das Zentrum soll helfen, die Opfer zu ehren und eine Welt des gegenseitigen Respekts, der Versöhnung und des Friedens zu gestalten.

Schwierige Anfänge

Die Entscheidung über die Gründung eines Zentrums für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet in Oświęcim fiel auf einem Treffen von Vertretern jüdischer Organisationen und der katholischen Kirche in Genf im Jahre 1987[5], aber diese bedeutsame Idee zu verwirklichen war nicht leicht. Damals herrschte in Polen noch der Kommunismus, und die Behörden waren der Entstehung neuer katholischer Einrichtungen keineswegs gewogen. Nach 1989, nach dem Ende des kommunistischen Regimes in Polen, erleichterte der Prozess der Transformation der sozialen Ordnung die organisatorischen Probleme dann auch nicht unbedingt. In dieser Zeit, im Dezember 1989, gründete Kardinal Franciszek Macharski die „Krakauer Stiftung Zentrum für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet in Oświęcim” für den Bau eines neuen Karmelitinnenklosters und eines Dialogzentrums. Mit dem Bau des neuen Klosters und des Zentrums wurde gleichzeitig begonnen, um möglichst schnell mit der Bildungsarbeit beginnen zu können. Die Erzdiözese Krakau verfügte nicht über genügend Mittel, um ein so großes Projekt selbständig realisieren zu können. Die Grundlegung der Strukturen[6], die Errichtung der Objekte[7], die Suche nach Sponsoren[8] sowie die Anfänge der Bildungsarbeit – all dies geschah gleichzeitig. Als das Zentrum im Jahre 1992 seine Pforten für die Gäste öffnete, hing die schwierige Atmosphäre des „Karmel-Streits” noch in der Luft, und die Reaktionen auf alles damit Verbundene gestalteten sich oft sehr emotional, so als ob überall offene Wunden berührt würden.

Wie schwierig die Führung eines Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim war, mag folgendes Zitat aus dem Bericht des Stiftungsvorstandes von 1996 illustrieren: „Die gesamte Tätigkeit des Zentrums findet im Rahmen geringer Rezeptionsmöglichkeiten statt. Wir verfügen nur über etwa 40 Übernachtungsplätze in Gemeinschaftsräumen mit niedrigem Standard. Der Grund dafür ist, dass das Zentrum wegen fehlender Mittel zur Verwirklichung des ursprünglichen Projekts in einem nur notgedrungen adaptierten Gebäude eingerichtet wurde. Ursprünglich war ein gesondertes Hotelgebäude mit entsprechendem Komfort für die Teilnehmer vorgesehen gewesen.[9] […] Das technische Niveau unseres Angebots erlaubt nicht, höhere Preise für unsere Dienstleistungen zu verlangen, so dass die Einnahmen nur mit Mühe die Ausgaben für den Unterhalt der Einrichtung decken. Im Jahresmaßstab gleichen sie sich dann zwar aus, aber manchmal gibt es auch Defizite. Auf der Grundlage von Äußerungen der Gäste des Zentrums darf davon ausgegangen werden, dass sie ihren Aufenthalt hier als überaus segensreich empfinden, trotz des zweifellos schwierigen und anspruchsvollen Kontextes dieses Ortes. Die Möglichkeit einer Teilnahme an der Liturgie der Karmelschwestern in ihrer Klosterkapelle stellte für die Gäste des Zentrums oft eine wertvolle spirituelle Erfahrung dar. Aufgrund der kirchlichen Herkunft des Objekts sollte die Frage der Proportion zwischen der historischen Thematik und dem religiösen Element zu denken geben. Für ein Haus von christlicher Herkunft stellt diese Frage weiterhin eine Herausforderung dar. In einer Situation, wo immer wieder Vorwürfe einer «Christianisierung von Auschwitz» erhoben werden (auch uns gegenüber), ist das immerhin eine heikle Angelegenheit.”[10] Der letzte Satz bezieht sich u.a. auf die katholische Organisation Pax Christi in Deutschland, die den ersten Werbeprospekt des Dialogzentrums scharf kritisierte. Daraufhin wurde dieser Prospekt zurückgezogen.

All dies muss man in Erinnerung behalten, um unsere Erfolge entsprechend beurteilen zu können. Im vorliegenden Artikel konzentriere ich mich darauf, die Entwicklung der Bildungstätigkeit darzulegen. Um die Rolle des Zentrums für die Entwicklung des christlich-jüdischen Dialogs in Polen aufzeigen zu können, muss die Gesamtheit seiner Bildungstätigkeit beschrieben werden.

Ein Haus der Gastlichkeit

Das Zentrum für Dialog und Gebet liegt in Oświęcim, nicht in Auschwitz. Menschen aus der ganzen Welt kommen jedoch „nach Auschwitz”, um in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau der Zeit des Krieges zu gedenken, als die Stadt Oświęcim unter der deutschen Besatzung den Namen Auschwitz erhielt und in den Konzentrationslagern die Massenvernichtung organisiert wurde. Deshalb sagen wir, dass das Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim seinen Gäste „auf der Schwelle von Auschwitz” dienen möchte.[11]

Das Zentrum besitzt seine katholische Identität, ist aber andererseits auch offen für alle, unabhängig von der Nationalität oder der vertretenen Religion. Diese Transparenz der eigenen Identität schadet dem Dialog nicht, sondern hilft ihm. Die Aufgabe des Zentrums als einer katholischen Einrichtung besteht in der Seelsorge an der Schwelle von Auschwitz, d.h. wir kümmern uns um all die Menschen, die betroffen sind von dem, was dort geschehen ist, bei voller Respektierung ihrer – oft anderen – Identität.

In Auschwitz sind Menschen verschiedenster Identität umgekommen, nicht nur Juden und Polen. Heute kommen Menschen aus der ganzen Welt nach Oświęcim, die unterschiedliche Geschichten mitbringen. Deshalb haben die Begegnungen an der Schwelle von Auschwitz viele Gesichter und überschreiten die Grenzen des christlich-jüdischen Dialogs.

In Auschwitz berühren wir Fragen, die wie offene Wunden sind. Manchmal fällt es schwer, darüber zu sprechen; manchmal ist es besser zu schweigen. Wichtiger als Worte ist die Anwesenheit selbst.

Das Zentrum für Dialog und Gebet realisiert seine Berufung dadurch, dass es ein Haus der Gastlichkeit an der Schwelle von Auschwitz ist. Seit 1991 arbeitet im Zentrum ein Priester aus der Erzdiözese Krakau –  zuerst Jacek Mola (1991-1993), dann Piotr Wrona (1993-2001) und seit 2001 Jan Nowak. Der Priester der Erzdiözese Krakau bekleidet das Amt des Direktors der Stiftung des Zentrums. Seit 1995 arbeitet im Zentrum auch Dr. Manfred Deselaers als Auslandsseelsorger der Deutschen Bischofskonferenz und seit 2009 Schwester Mary O’Sullivan von den irischen Sisters of Mercy.

Heute verfügt das Zentrum über etwa 145 Übernachtungsplätze in Einzel-, Doppel- und Gemeinschaftszimmern, gut ausgestattete Konferenzsäle und mehrere kleinere Räume sowie eine Kapelle, ein interreligiöses Oratorium, ein Restaurant, ein Café sowie einen Campingplatz. Diese logistische Basis ist notwendig, damit sich die Gäste auf die Besichtigung, Schulung und Reflexion, den Dialog und das Gebet konzentrieren können. Eine freundliche und hilfreiche Bedienung hilft ihnen, sich an der Schwelle von Auschwitz sicher zu fühlen.

Unlängst schrieben Teilnehmer einer internationalen Meditationsgruppe an das Zentrum: „Außerordentlich hilfreich war die Rückkehr ins Zentrum nach jedem Besuch im Lager. Wir fanden dort die uns nötige Erholung und Ruhe, als Balance zu diesem starken Ort des Leidens und des Schmerzes.”[12]

Vier Dimensionen bestimmen die Bildungsarbeit des Zentrums für Dialog und Gebet, die in gewissem Sinne alle mit Schweigen und Zuhören beginnen: Wissen – schweigen und die Stimme der Erde von Auschwitz vernehmen; Reflexion – schweigen und der Stimme des eigenen Herzens lauschen; Dialog – schweigen und auf die Stimme des Anderen hören; Gebet – schweigen und auf die Stimme Gottes horchen.

Wissen

Alle Besuche beginnen mit einem Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Mit ihr muss man konfrontiert werden, um besser zu erkennen, was „Auschwitz” war. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim eine Grundlage unserer Bildungsarbeit. Die Gedenkstätte bietet Möglichkeiten einer geführten Lagerbesichtigung, Zugang zum Archiv oder zu einer Sammlung von Häftlingskunst sowie Vorträge oder Multimedia-Präsentationen zu verschiedenen mit dem Lagerleben verbundenen Themen.

Das Zentrum ermöglicht auch Begegnungen mit einigen der nur noch wenigen ehemaligen Häftlinge. Vorwiegend sind das Polen, darunter auch Juden. Im Laufe der Jahren waren dies u.a. die Zeitzeugen Wilhelm Brasse (+2012), Wacław Długoborski, Adam Jurkiewicz (+1997), August Kowalczyk (+2012), Ignacy Krasnokucki, Henryk Mandelbaum (gest. 2008), Edward Paczkowski, Józef Paczyński, Zofia Pohorecka (+2004), Zofia Posmysz, Kazimierz Smoleń (+2012), Tadeusz Sobolewicz, Karol Tendera, Hanna Ulatowska und Jacek Zieliniewicz. Schon seit 1992 war Halina Birenbaum häufig zu Gast im Zentrum, eine in Warschau geborene, in Israel lebende jüdische Schriftstellerin. Sie war auch die Autorin der ersten Publikation unseres Zentrums.[13] Diese Begegnungen bilden in gewissem Sinne das Herz unserer Bildungsarbeit, denn sie bringen den Besuchern die menschliche Dimension der Tragödie näher und öffnen zugleich Wege für neue Freundschaften.

Den Gästen des Zentrums stehen eine Bibliothek, eine Videothek sowie eine Sammlung anderer Bildungsmaterialien zur Verfügung, die die Geschichte von Auschwitz besser zu verstehen helfen.

Die tägliche Bildungsarbeit ist hauptsächlich auf Gruppen ausgerichtet, deren Ziel es ist, die Gedenkstätte kennenzulernen (Besuch im ehemaligen Lager, Begegnung mit einem ehemaligen Häftling) und über diese Erfahrung nachzudenken. 

Bereits im Sommer 1991, als das erste Gebäude des Zentrums noch im Bau war, wurden internationale Jugendgruppen aufgenommen, die auch beim Bau mithalfen. Ihr Programm beinhaltete Besuche im ehemaligen Lager, Reflexionen über Geschichte und Versöhnung sowie Gebete. Außerdem hörten sie Vorträge, z.B. von Prof. Jonathan Webber über jüdische Trauerriten. Die ersten Jahre der Bildungstätigkeit unseres Zentrums fasste Prof. Grzegorz Ryś folgendermaßen zusammen: „Das erste Gebäude des «Zentrums» wurde zu Beginn des Jahres 1992 eröffnet. Es begann mit dem Organisieren von Sprachkursen, Vorträgen und Seminaren gemäß der thematischen Triade «Bibel – Geschichte – Dialog». Aber schon bald wurde sowohl der Umfang der Formen als auch der Themen beträchtlich erweitert. Noch 1992 engagierte sich das «Zentrum» sehr aktiv für die humanitäre Hilfe für das vom Krieg betroffene Bosnien. Im Mai 1993 besuchte es der Dalai Lama. In der Zeit von Dezember 1993 bis Juni 1994 wurden 43 unterschiedliche (nicht selten mehrtägige) Begegnungen für die verschiedensten Gremien organisiert, angefangen von Schülergruppen über akademische Sommerlager aus Polen und Deutschland sowie italienische Priesteramtskandidaten bis hin zur Kommission der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judaismus. Im Juni 1995 fanden im «Zentrum» u.a. ein Polnisch-Israelisches Treffen von Kinder- und Jugendschriftstellern (5.-8. Juni) sowie eine internationale Journalistentagung zum Thema «Nationale Minderheiten in Mitteleuropa: Hindernis oder Brücke” (16.-18. Juni) statt. Zwei Monate später besuchten im Rahmen des dreitägigen Seminarzyklus «Turning Point '95» 367 Personen aus 33 Ländern das Zentrum. Und im Oktober 1997 fand eine polnisch-deutsche wissenschaftliche Tagung über «Erbe und Sacrum» statt. In der Zeit vom l. November 1998 bis zum 25. Oktober 1999 besuchten das Zentrum 46 verschiedene Gruppen aus Italien, Frankreich, England, Österreich, Belgien, Holland, Israel und Japan sowie viele individuelle Gäste – auch solche, deren Aufenthalt ganz oder teilweise vom Zentrum gesponsert wurde (ehemalige Häftlinge, Rentner, Lehrer, Behinderte).”[14]

Im Jahre 2013 besuchten 126 Gruppen aus 17 Ländern unser Zentrum. Zusammen mit anderen Gästen wurden 16.468 Übernachtungen von 6241 Personen aus 44 Ländern in Anspruch genommen. Außerdem besuchen viele Gruppen oder Einzelpersonen nach ihrem Besuch im Lager das Zentrum, wo sie Ruhe oder ein Gespräch suchen.

Reflexion

Der Versuch zu verstehen, was „Auschwitz” war, weckt mehr Fragen als dass er Antworten liefert. Was bleibt, ist das Bewusstsein, dass wir das nie ganz verstehen werden, aber eben auch, dass das, was hier geschah, nicht vergessen oder bagatellisiert werden darf. Der Mensch hört „die Stimme der Erde von Auschwitz”, die nicht nur zu seinem Verstand spricht, sondern auch zu seinem Herzen, und bemüht sich zu verstehen, was dieser Ort ihm mitteilen möchte, was die Opfer sagen wollen und was es hier zu lernen gibt.

Wie es scheint, ist die Reflexion im eigenen Herzen und im Kreise vertrauter Menschen eine notwendige Stufe, die der Begegnung und dem Dialog mit der anderen Seite vorausgehen muss. Denn die meisten Gruppen, die das Zentrum besuchen, sind mono-national: sie bestehen nur aus Deutschen, nur aus Polen, nur aus Engländern, nur aus Juden usw.

Angesichts von Auschwitz fragt man sich, welche Bedeutung das Gedenken an Auschwitz für einen selbst hat. Wie hätte ich mich damals verhalten, wer bin ich heute und was ist meine Verantwortung? Diese Fragen sind in einen breiteren Kontext eingebettet: Was bedeutet dieses Gedenken für uns als Deutsche, als Polen, als Juden, als Christen?

Fast jede Gruppe im Zentrum trifft sich abends, um ihre Eindrücke und Gedanken zu den Ereignissen des Tages auszutauschen. Gewöhnlich organisieren die Gruppen dies mit ihrem Leiter, aber manchmal helfen auch Mitarbeiter des Zentrums dabei. Viele Reflexionen werden außerhalb des organisierten Programms in individuellen Gesprächen während der Mahlzeiten oder bei nächtlichen Diskussionen geäußert.

Nicht selten bewegt die Gäste ein eher intimes Thema, das sie dazu gedrängt hat, wenigstens einmal im Leben nach Auschwitz zu fahren. Dies können z.B. familiäre Angelegenheiten sein, über die sie nicht öffentlich sprechen wollen.  Auch das muss respektiert und ein Raum des Vertrauens geschaffen werden.

Seit 1997 organisiert das Zentrum jedes Jahr christliche Einkehrtage auf der Schwelle von Auschwitz. Ein fester Programmpunkt ist dabei ein Besuch im ehemaligen Lager Auschwitz und eine Kreuzweg-Meditation in Birkenau. Als Co-Leiter wurden oft Personen oder Gemeinschaften eingeladen, die sich für den Dialog engagieren, z.B. Prof. Łukasz Kamykowski, Bischof Grzegorz Ryś, die Schwesterngemeinschaft Notre Dame de Sion, die Franziskanerinnen Dienerinnen des Kreuzes aus Laski bei Warschau, die Focolar-Bewegung und die Kleinen Schwestern Jesu. Im Jahre 2007 hat das Zentrum zu Adventsexerzitien unter der Losung „Gemeinsam erwarten wir den Messias – Reflexionen aus der Perspektive von Juden und Christen” außer den Schwestern Unserer Lieben Frau von Sion auch Herrn Stanisław Krajewski eingeladen, den Mitvorsitzenden des Polnischen Rates der Christen und Juden, der einen Vortrag über die jüdische Messiaserwartung hielt. Die Vertiefung der eigenen christlichen Identität und die Öffnung für andere sind miteinander verbunden. Unter den Teilnehmern dieser Einkehrtage befanden sich viele im christlich-jüdischen Dialog engagierte Personen. Neben dem offenen Angebot führt das Zentrum auch Exerzitien und Einkehrtage auf Wunsch einzelner Gruppen durch.[15]

Bei den meisten Gästen des Zentrums handelt es sich um Jugendgruppen, davon mehr als die Hälfte aus Deutschland. Israelische Gruppen sind selten. Aus Frankreich fährt alle zwei Jahre ein „Zug der Erinnerung“ (Train de Mémoire) mit etwa 500 Schülern katholischer Schulen für zwei Tage nach  Oświęcim. Mit der Organisation „Travel for Peace” kommen fast das ganze Jahr über norwegische Schüler, immer mit einem Zeitzeugen.

Die Bildungsarbeit mit Jugendlichen ist im Zentrum für Dialog und Gebet besonders wichtig.

In den Jahren 2002-2005 entstand im Zentrum das Projekt „Wohnort: Oświęcim”, in dessen Rahmen sich Schüler aus der Stadt Oświęcim auf den interkulturellen, interreligiösen und internationalen Dialog vorbereiteten.[16] Nach Begegnungen und der Korrespondenz mit ehemaligen Häftlingen verfassten die Jugendlichen eine „Botschaft von Jugendlichen aus Oświęcim an die Jugend der Welt“, die sie während des Weltjugendtages 2005 in Köln verlasen. Ein Jahr später, am 28. Mai 2006, hatten sie die Gelegenheit, ihre Botschaft persönlich Papst Benedikt XVI. während seines Besuches im Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim zu überreichen. Sie endet mit den Worten: „Wir jungen Menschen werden bald großen Einfluss auf das Geschick der Welt haben. Wie Johannes Paul II. gesagt hat, hängt von uns in großem Maße die Zukunft ab. Wir versprechen all den Menschen, die in Konzentrationslagern gelitten haben und gestorben sind, dass wir an die Geschichte erinnern werden und sie an die nächsten Generationen weitergeben und aus ihr Lehren ziehen wollen. Wir werden uns bemühen, nicht die Fehler der Vergangenheit zu begehen, die zu grauenhaften Tragödien geführt haben. Nur dann wird die Welt ein Ort werden, wo Freude, Liebe, Gerechtigkeit, Friede und Glaube herrschen. Die Jugend aus Oświęcim.”

Im Rahmen der Bildungsprogramme des Zentrums können ausländische Jugendliche mit Gleichaltrigen aus Schulen in Oświęcim zusammentreffen, die von ihren Lehrern für diese Begegnungen vorbereitet wurden.

Dialog

Jeder, der das ehemalige Lager besucht, begegnet anderen Besuchern aus der ganzen Welt. Es drängt sich die Frage auf, welche Bedeutung Auschwitz für sie hat, wie sie uns wahrnehmen und wie man sich mit der Erinnerung an Auschwitz heute gegenseitig vertrauen kann. Die Beziehungen sind verletzt oder zerstört. Daher geht es bei der Heilung „nach Auschwitz“ auch um eine Gesundung dieser Beziehungen. Das kann man nicht allein tun – die Juden für sich, die Deutschen für sich, die Polen für sich usw.

Der Dialog im Kontext von Auschwitz ist ein Dialog verwundeter Menschen. Die Heilung besteht im Schaffen von Vertrauen. Wichtig ist so etwas wie ein „Vorzimmer” des Dialogs. Ehe der Mensch den „Salon” des Dialogs betritt, muss er das auch wollen. Er braucht einen Ort, wo er sich freundlich aufgenommen fühlt und respektiert wird – mit seiner Identität und mit seinen Wunden. Vertrauen entsteht durch offene und ehrliche Begegnungen von Angesicht zu Angesicht.  

Unter den vielen Dialogen, die auf der Schwelle von Auschwitz geführt werden, kommt dem christlich-jüdischen Dialog eine Schlüsselrolle zu. Man kann sagen, dass dies der Dialog ist, aus dem das Zentrum für Dialog und Gebet geboren wurde, und dass er auch zum Vorbild für andere Dialoge geworden ist. Selbst dann, wenn er nicht direkt das Hauptthema vieler Ereignisse im Zentrum bildet, ist er dennoch immer präsent, zumindest im Hintergrund. 

Im Jahre 1990 berief Kardinal Macharski einen Internationalen Programmrat mit hervorragenden Persönlichkeiten des christlich-jüdischen Dialogs aus Polen und dem Ausland – sowohl Christen als auch Juden.[17] In diesem Gremium, das in der Anfangszeit des Zentrums mehrmals zusammentraf, wurden die Hauptrichtungen unserer Bildungsarbeit vorgestellt und besprochen.

1993 entstand in Krakau das Interfakultäre Institut für Ökumene und Dialog (MIED) der Päpstlichen Theologischen Akademie. Unter der Leitung von Prof. Łukasz Kamykowski arbeitet dieses Institut von Anfang an mit dem Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim zusammen.[18] 2013 wurde dieses Institut umorganisiert und trägt jetzt den Namen Institut für Fundamentaltheologie, Ökumene und Dialog (ITFED) an der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau. In seinem Statut steht, dass es „ständig mit dem Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim zusammenarbeitet” (Art. 6 § 5).

Im Jahre 1997 lud unser Zentrum Juden und Christen aus Polen, Deutschland und den USA ein, die sich für den Dialog engagierten.[19] Gegenstand der Reflexion waren Fragen des religiösen Umgangs mit der Wirklichkeit von Auschwitz. Die Tatsache, dass im Ergebnis dieser Begegnung eine Liste mit 24 Fragen entstand, zeugt von der Schwierigkeit der Problematik. Diese Liste wurde vielen Kreisen zugeschickt, die sich auf der ganzen Welt für den christlich-jüdischen Dialog engagierten.[20] Nur das National Holocaust Remembrance Committee of the Canadian Jewish Congress schickte uns eine ausführliche Antwort.[21] Das Zentrum erhielt keinerlei negative Reaktionen.

Die Teilnehmer dieser Begegnung, unter ihnen Professoren, katholische Priester und ein Rabbiner, beschlossen die Kontakte weiterzuführen und gemeinsam Seminare auf der Schwelle von Auschwitz mit ihren Studenten zu organisieren. Es entstanden Fundamente eines Vertrauens, auf denen man weiter aufbauen kann.

Seit 1997 hat das Zentrum polnische Studenten zu Studientagen eingeladen, aus welchen in den nächsten Jahren dann internationale Begegnungen wurden. Diese wurden nach folgenden Prinzipien organisiert: zuerst hörten die Teilnehmer zwei Tage lang auf die „Stimme der Erde von Auschwitz” in Form von Führungen durch das ehemalige Lager und der Begegnung mit einem Zeitzeugen. Am Abend wurden dann die Eindrücke des Tages ausgetauscht. Danach verbrachten sie einen Tag in Krakau. Die darauffolgenden zwei Tage, wieder in Oświęcim, waren der Reflexion gewidmet. Dabei sprachen die Referenten vor allem von sich und von ihrer Perspektive, z.B. ein Rabbiner aus Amerika über die jüdische Theologie nach Auschwitz in den USA, ein Professor aus Deutschland über die deutschen Erfahrungen mit dem Dialog nach Auschwitz oder ein katholischer Priester aus Polen über die polnische Sicht von Auschwitz. Sie redeten nicht über die anderen, sondern sie hörten auf die anderen.

Im Ergebnis dieser Begegnungen entstand das Buch „Dialog auf der Schwelle von Auschwitz”. Es enthält die Texte der während der Studientage gehaltenen Vorträge und stellt eine Art grundlegender Einführung in diesen schwierigen Dialog dar.[22] Diese interreligiösen und internationalen Studientage „auf der Schwelle von Auschwitz” wurden zu einer wichtigen Schule des Dialogs für alle Teilnehmer, und dies nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht. Eine der Teilnehmerinnen hat dies sehr treffend so zum Ausdruck gebracht: „Der große Wert dieser Tagungen bestand in der Begegnung mit dem Anderen. Ein besonders Zeichen dafür war unsere gemeinsame Anwesenheit in Auschwitz. In erster Linie waren wir gemeinsam als Menschen dort – auch wenn jeder selbst mit dieser Erde konfrontiert wurde, wollten wir doch zusammen dort sein. Nicht um irgendjemanden zu überzeugen, sondern um einander zuzuhören, eine andere Sicht kennenzulernen und unser Herz für die Sensibilität des Anderen zu erweitern. Unsere Präsenz dort war auch auf religiöser und nationaler Ebene eine gemeinsame – denn an diesen Begegnungen nahmen Christen und Juden aus Polen, Israel, Deutschland, England und den Vereinigten Staaten teil. Allein schon die Tatsache, dass wir Auschwitz und Birkenau gemeinsam besichtigten, wurde zu einem Ereignis mit großem Symbolcharakter!”[23] Einige der Teilnehmer unterrichten heute selbst oder sind auf andere Weise im christlich-jüdischen Dialog stark engagiert.

Ein wichtiges Ereignis war die internationale Konferenz „Religion and Violence, Religion and Peace”, die auf Einladung der Sacred Heart University in Connecticut (USA) sowie des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim im Jahre 1998 wichtige jüdische und christliche religiöse Führer versammelte, unter ihnen mehrere Kardinäle und Rabbiner sowie auch ein Repräsentant des Islam.[24]

Der religiöse christlich-jüdische Dialog auf der Schwelle von Auschwitz hat an Tempo gewonnen. Hier einige weitere Beispiele:

Das Zentrum initiierte und half seit 2007 bei der Realisierung von Studienaufenthalten polnischer Priester in Israel, die vom Rat für den Religiösen Dialog der Polnischen Bischofskonferenz, dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim sowie von Yad Vashem in Jerusalem organisiert werden.

Die Vereinigung Polnischer Fundamentaltheologen führte ihre Jahrestagung 2008 unter dem Titel „Perspektiven einer Theologie nach Auschwitz” im Zentrum für Dialog und Gebet durch, an der auch je ein deutscher und ein israelischer Referent teilnahm. Die Teilnehmer waren  Lehrbeauftragte aus allen katholischen Priesterseminaren und theologischen Fakultäten in Polen.[25]

Das Zentrum unterhält auch ständige Kontakte mit dem ICCJ (International Council of Christians and Jews). Das ist die wichtigste Organisation, die Institutionen des religiösen christlich-jüdischen Dialogs aus der ganzen Welt versammelt. Im Jahre 2011 fand die Jahreskonferenz des ICCJ in Polen statt – in Krakau und in Oświęcim. Im Zentrum für Dialog und Gebet fanden Meditationen, Vorträge und Workshops statt, und danach gingen die Teilnehmer gemeinsam einen Gebetsweg entlang der Rampe in Birkenau, wo an verschiedenen Stationen an die Gerechten unter den Völkern der Welt, die Täter, die Opfer des Lagers aus allen Nationen und an die jüdischen Opfer der Shoah gedacht wurde. Dieser Gang war begleitet von christlichen und jüdischen Gebeten.[26] Für die Teilnehmer war das ein tiefes Erlebnis, welches zeigte, dass wir die Opfer von Auschwitz gemeinsam ehren und im Gebet, in gegenseitiger Achtung und in gemeinsamer Verantwortung für die Zukunft verbunden sein können. Es herrschte keine Atmosphäre des Streits mehr.

In unserem Zentrum nimmt die Zahl der Vorträge und Seminare zum Thema „Holocaust und Dialog” für Studentengruppen aus der ganzen Welt ständig zu (2013 waren es 16 ausländische Gruppen im Zentrum).

Seit 2013 wird in Oświęcim vom Institut für Fundamentaltheologie, Ökumene und Dialog der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau, dem Internationalen Zentrum für Bildung über Auschwitz und den Holocaust beim Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau sowie vom Zentrum für Dialog und Gebet mit Unterstützung des polnischen Außenministeriums ein Jahreskurs „ABC der christlich- und polnisch-jüdischen Beziehungen” organisiert.

Neben dem christlich-jüdischen Dialog entwickeln sich in unserem Zentrum auch noch andere Dialoge. Auch hierzu einige Beispiele:

Das Maximilian-Kolbe-Werk, ein deutscher Verein zur Hilfe für ehemalige Häftlinge von Konzentrationslagern und Ghettos, organisiert in unserem Zentrum alljährlich Begegnungen ehemaliger Häftlinge von Konzentrationslagern und Ghettos mit Jugendlichen, Lehrern und Journalisten.

Die Maximilian-Kolbe-Stiftung aus Deutschland mit ihren beiden Vorsitzenden, Bischof Ludwig Schick aus Deutschland und Erzbischof Wiktor Skworc aus Polen, organisiert jedes Jahr internationale Workshops im Zentrum für Dialog und Gebet, die eine Schule der Versöhnung nach einer schwierigen Vergangenheit für Menschen darstellen, die sich für die Versöhnung an verschiedenen Brandherden in Europa einsetzen.

Die Zen Peacemaker Community und die Polnische Friedensgemeinschaft organisieren seit 1995 jedes Jahr einwöchige Auschwitz-Meditationen des Zeugnisgebens (Auschwitz-Birkenau Bearing Witness Retreat). Die Organisatoren sind Buddhisten, aber es nehmen auch Juden und Christen sowie Vertreter anderer Religionen daran teil.

Seit 2008 führt das Auschwitz-Institut für Frieden und Versöhnung (The Auschwitz Institute for Peace and Reconciliation) aus New York in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim Programme zur Vorbeugung von Völkermord und anderen Massenverbrechen durch. Daran haben bereits über 250 Politiker und Entscheidungsträger aus über 60 Ländern teilgenommen.[27]

Ein wichtiger, gleichzeitig aber schwieriger und seltener Dialog betrifft die Länder der ehemaligen UdSSR. Im Lager Auschwitz sind etwa 15.000 sowjetische Häftlinge umgekommen, und es war die Sowjetarmee, die das Lager befreit hat. Im Jahre 2008 verbrachten 250 junge Katholiken aus Russland zusammen mit Bischof Clemens Pickel zwei Einkehrtage im Zentrum, das ebenfalls mit russischen Teilnehmern ein Seminar über unterschiedliche Sichten des 2. Weltkrieges (2010) sowie in Zusammenarbeit mit der Universität in Woronesch und der Jagiellonenuniversität in Krakau ein Seminar über Menschenrechte organisiert hat (2013).

Seit einigen Jahren veranstaltet die japanische NGO Peaceboat zusammen mit dem Zentrum für Dialog und Gebet Studientage, an denen manchmal „Hibakusha” teilnehmen – Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki. Wichtig für sie sind u.a. Begegnungen mit Jugendlichen aus Oświęcim, mit denen sie darüber sprechen, wie man mit der schwierigen Vergangenheit der Heimatstadt leben kann.

Sicher könnten noch viele weitere Beispiele des Dialogs erwähnt werden.

Gebet

Gleich neben dem Zentrum befinden sich das Kloster und die Kapelle der Unbeschuhten Karmelitinnen. Formal nicht mit dem Zentrum für Dialog und Gebet verbunden, führen die Schwestern dort ein gesondertes Gebetsleben. Aber schon ihre bloße Präsenz ist ein ausstrahlendes Zeugnis des Glaubens an der Schwelle von Auschwitz.

An der Schwelle von Auschwitz motiviert uns der Glaube, dass das Böse nicht das letzte Wort über Auschwitz besitzt. Deshalb geben wir auch in schwierigen Momenten nicht auf. Das Gebet ist die Geduld des Dialogs. 

Eine Karmelitin war auch Edith Stein, Schwester Benedicta vom Kreuz, die Papst Johannes Paul II. zunächst selig- (1987) und dann heiligsprach (1998) sowie zur Mitpatronin Europas erklärte (1999). Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1942 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Als Papst Johannes Paul II. Edith Stein zur Mitpatronin Europas erklärte, schrieb er: „Ihr Schrei verschmilzt mit dem aller Opfer jener schrecklichen Tragödie. Vorher hat er sich jedoch mit dem Schrei Christi vereint, der dem menschlichen Leiden eine geheimnisvolle, ewige Fruchtbarkeit verspricht.”[28] Edith Stein hat sich ganz bewusst mit dem Schicksal ihres jüdischen Volkes in der Zeit der Katastrophe verbunden. Dies tat sie im Lichte ihres christlichen Glaubens an den Heilssinn des Kreuzes. Verbunden mit der jüdischen Shoah und verbunden mit dem Kreuz Christi ist sie in gewissem Sinne die Patronin des christlich-jüdischen Dialogs nach Auschwitz.

Da sich das Zentrum über die Gefahr im Klaren ist, dass die Verehrung von Edith Stein bei Katholiken dazu führen kann, die ungetauften jüdischen Opfer zu vergessen, d.h. zu einer „Christianisierung” des Gedenkens an Auschwitz, betonen wir immer wieder, dass Edith die Christen zu den jüdischen Opfern hinführt. Man kann ihrer gar nicht gedenken, ohne an die Shoah zu erinnern.

Das Zentrum organisierte zwei große wissenschaftliche Konferenzen über Edith Stein – eine polnische im Jahre 2006[29] und eine internationale 2012 –, an denen u.a. auch jüdische Referenten teilnahmen. Während vieler Exerzitien meditierten die Teilnehmer über ihre Texte und ihr Schicksal. Angefangen von 2002 hat das Zentrum für Dialog und Gebet jeweils zum Todestag dieser großartigen Frau eine Feier organisiert. Sowohl der Ablauf der Feierlichkeiten zu ihrem 60. Todestag im Jahre 2002 als auch zu ihrem 70. Todestag 2012 wurde vorher mit jüdischen Vertretern abgesprochen. Im Jahre 2012, vor der Heiligen Messe mit zwölf Bischöfen, die am Denkmal in Birkenau gefeiert wurde, schritten die Teilnehmer an der Rampe entlang – auf symbolischen Spuren des letzten Weges von Edith Stein im jüdischen Transport. Das war ein Gebetsweg, der gemeinsam mit dem Polnischen Rat der Christen und Juden vorbereitet wurde.[30]

*     *     *

Der Besuch des Papstes Benedikt XVI. in Auschwitz, Birkenau und im Zentrum für Dialog und Gebet am 28. Mai 2006 war von großer Bedeutung. Er zeigte der Welt Auschwitz und Birkenau als Ort des Gebets und der Begegnung. Als beste Zusammenfassung dieses Ereignisses kann das Zeichen dienen, dass während des Gebets des Papstes in Anwesenheit von Vertretern verschiedener christlicher Konfessionen und Juden in Birkenau am Himmel ein Regenbogen erschien. In der Bibel ist der Regenbogen ein Symbol des Bundes und erinnert an die Verheißung Gottes an Noah, dass die Erde nicht wieder von der großen Flut heimgesucht wird (Gen 9, 13-15). Der Papst erinnerte sich später so daran: „Bei meinen Wegen durch Polen konnte der Besuch in Auschwitz-Birkenau nicht fehlen, an der Stätte der grausamsten Unmenschlichkeit – des Versuchs, das Volk Israel auszulöschen und so auch die Erwählung Gottes zuschanden zu machen, Gott selbst aus der Geschichte zu verbannen. Es war für mich ein großer Trost, als am Himmel ein Regenbogen erschien, während ich in der Gebärde des Ijob zu Gott rief angesichts des Grauens dieser Stätte, im Schrecken über die scheinbare Abwesenheit Gottes und zugleich in der Gewissheit, dass er auch in seinem Schweigen nicht aufhört, bei uns zu sein und zu bleiben. Der Regenbogen war wie eine Antwort: Ja, ich bin da, und die Worte der Verheißung, des Bundes, die ich nach der Sintflut gesprochen habe, gelten auch heute.”[31] Und Rabbi Michael Schudrich, der Oberrabbiner von Polen, sagte, dass der wichtigste Regenbogen der während des Besuches von Benedikt XVI. in Auschwitz war. Er erschien, als Gott sah, dass Seine Kinder vereint sind.[32]



[1] Der Artikel erschien zuerst auf Polnisch in: Abp Henryk J. Muszyński, Początek wspólnej drogi. Dialog katolicko-żydowski w Polsce w latach 1986–1994, Gniezno–Pelplin 2015, s. 603-618. Ins Deutsche übersetzt von Herbert Ulrich.

[4] Vgl. www.cdim.pl. Das Zentrum für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet in Oświęcim hat 1998 den Namen Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim (CDiM) angenommen.

[5]Vgl. Auschwitz. Konflikty i dialog, hg. von Marek Głownia und Stefan Wilkanowicz, Krakowska Fundacja Centrum Informacji, Spotkań, Dialogu, Wychowania i Modlitwy und Wydawnictwo św. Stanisława, Kraków 1988, S. 178-180.

[6]1996 errichtete Kardinal Macharski das „Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim” zur Durchführung von Bildungsinitiativen und verlieh ihm die öffentliche kirchliche Rechtspersönlichkeit, unabhängig von der Krakauer Stiftung, die sich auf die Fertigstellung des Baus konzentrieren sollte. Nach Abschluss der wichtigsten Bauarbeiten beendete Kardinal Macharski im Jahre 2007 die Tätigkeit des Zentrums für Dialog und Gebet als eines gesonderten Organisationsträgers, und seitdem leitet die Krakauer Stiftung, die ein neues, auf die Bildungstätigkeit konzentriertes Statut erhielt, das Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim.

[7]1990 wurde mit der Errichtung des ersten Gebäudes des Dialogzentrums begonnen, welches 1992 eröffnet wurde. Der Bau des Klosters und der Kapelle für die Karmelitinnen begann 1990 und wurde 1995 fertiggestellt. Im Jahre 2005 wurden die ersten Gäste im neuen Hauptgebäude des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim aufgenommen.

[8]Die wichtigsten Sponsoren des Baus sind: die Diözesen München, Köln, New York, der Heilige Stuhl, der Primas von Polen, die Bischofskonferenzen von Italien, Frankreich und Holland, die Stiftung Renovabis der Deutschen Bischofskonferenz sowie die Knights of Columb aus den USA.

[9]Erst seit 2005 steht den Gästen das neue Hauptgebäude des Zentrums zur Verfügung.

[10]Im Archiv des Zentrums.

[11] Papst Johannes Paul II. schrieb in seinem Brief vom 9. April 1993 an die Karmelitinnen in Oświęcim: „Wie sich die Zukunft gestalten wird, die aus dieser qualvollen Vergangenheit hervorgeht, hängt weitgehend von der Tatsache ab, dass auf der Schwelle von Auschwitz jene Liebe wacht, die stärker ist als der Tod (Hld 8,6).”

[12] Im Archiv des Zentrums. Im Original: „It was incredibly helpful to come back to the Center after each visit to the camp. We found the rest and peace we needed to balance this intense field of suffering and pain.” Ingrid Foeken im Namen einer Gruppe der Ridhwan-Meditationsschule, Mai 2014, in dem ans Zentrum geschickten Bericht über ihren Aufenthalt in Oświęcim.

[13] Vgl. Halina Birenbaum, Jak można w słowach. Wiersze. Centrum Dialogu, Kraków-Oświęcim 1995. Vgl. auch: Halina Birenbaum, Po co jechać do tej Polski? „Więź”, Warszawa, April 1996 (450), S. 100-117; Halina Birenbaum, Auschwitz – wczoraj i dziś. Czy mam prawo czuć się tutaj szczęśliwa? In: Dialog u progu Auschwitz, Bd. 1. UNUM, Kraków 2003, S. 17-21.

[14] Grzegorz Ryś, Kardynał Franciszek Macharski - Pasterz w czasach przełomu. In: Archidiecezja Krakowska na przełomie tysiąclecia. Hg. von Stefan Koperek. Wyd. Uniwersytet Jagielloński, Kraków 2004, S. 33.

[15] Einkehrtage oder Exerzitien gab es u.a. für Priesteramtskandidaten der Diözesen Krakau, Łódź und Płock; für Priesteramtskandidaten der Diözese Tarnów, seit 2009, der Erzdiözese Katowice, seit 2011 jährlich; für Priesteramtskandidaten aus den Orden der Salettiner und der Pauliner; für die Höchsten Oberen der Orden Europas (2010); für die Formationsgruppe der Schwestern Unserer Lieben Frau von Sion (2012); für die Oberen der europäischen Augustianerorden (2012); für die Landeskonferenz der Säkularinstitute (2011); das Organisationskomitee der Gnesener Begegnung (2008); die Direktoren der Caritas Polska (2011); für wissenschaftliche Mitarbeiter der Jagiellonenuniversität in Krakau; für Priesteramtskandidaten und Priester aus Deutschland; für Universitätskapläne aus Westminster (England); für die Edith-Stein-Gesellschaft in Deutschland; für Pilgerreisende aus Kiew (Ukraine); für Schüler unterschiedlicher Schulen; für die Vorstandsmitglieder von Pax Christi International (2013).

[16] Im Rahmen dieses Projekts entstand die Publikation „Miejsce zamieszkania Oświęcim – Wohnort Oświęcim – My Home Town Oświęcim”, in der die Jugendlichen den Gästen ihre Stadt in drei Sprachen vorstellen. Bearbeitet wurde sie von Elżbieta Głowacka. Centrum Dialogu i Modlitwy w Oświęcimiu, Oświęcim 2005.

[17] Teilnehmer des Internationalen Programmrates:  P. Jean Dujardin (Secretaire du Comite Episcopal Francais pour les Relations avec le Judisme,  Superieur General de l'Oratoire, Vorsitzender des Internationalen Programmrates); Redakteur Stefan Wilkanowicz (Chefredakteur der Zeitschrift „Znak”, stellvertretender Vorsitzender des Internationalen Programmrates); Bischof Kazimierz Nycz (Weihbischof der Erzdiözese Krakau, Vorsitzender des Stiftungsrates); Dr. Stanisław Musiał (Sekretär der Kommission der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judaismus, Sekretär des Internationalen Programmrates, stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung „Tygodnik Powszechny”); Bischof Henryk Muszyński (Vorsitzender der Kommission der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judaismus, Bischof von Wloclawek); Dr. Michał Czajkowski (Mitglied der Kommission der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judaismus, Professor an der Akademie für Katholische Theologie in Warschau); Marek Głownia (Direktor der Krakauer Stiftung „Zentrum für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet in Oświęcim”); Jacek Mola (Kaplan des „Zentrums für Information, Begegnung, Dialog, Erziehung und Gebet in Oświęcim”); Józef Święcicki (Gemeindepfarrer in Brzezinka); Prof. Joseph de Smedt (Universität Leuven); Wojciech Sieniawski (Klub der Katholischen Intelligenz – Krakau); Juliusz Zychowicz (Klub der Katholischen Intelligenz – Krakau); Jan Parcer (Staatliches Museum in Oświęcim); Redakteur Jerzy Turowicz (Mitglied der Kommission der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judaismus, Chefredakteur der Wochenzeitung „Tygodnik Powszechny”); Schwester Anne Denise Rinckwald (La Superieure Provinciale De Notre-Dame de Sion); Dr. Stefan Schreiner (Universitätsprofessor, Berlin, Aktion Sühnezeichen, International Council of Christians and Jews); Pastor Bernd Liedtke (Aktion Sühnezeichen); Adam Szesztay (Magyar Demokrata Forum – Budapest); Prof. Juliusz Schreider (Präses der Katholischen Klubs, Moskwa); Prof. Izrael Gutman (Yad Vashem, Jerusalem); Rabbi Leon Klenicki (Anti-Defamation League of B'nai Brith, New York); Jeshajahu Weinberg (U.S. Holocaust Memorial Museum Washington); Rabbi Henri Siegman (American Jewish Congress, Executive Director); Prof. Jonatan Webber (Oxford Centre for Jewish Studies); Małgorzata Rubel (Oxford); Prof. Dr. Simon Lauer (Institut für Jüdisch-Christliche Forschung, Luzern); Rabbi A. James Rudin (National Interreligious Director, American Jewish Committee, New York).

[18] Ausführlicher zum Thema: „Dialog teologiczny, który słucha głosu ziemi oświęcimskiej. O współpracy MIED – CDiM“ [„Ein theologischer Dialog, der auf die Stimme der Erde von Auschwitz hört. Über die Zusammenarbeit von MIED und CdiM”], in: „Rola placówek naukowych w dialogu ekumenicznym. Sesja jubileuszowa z okazji 10-lecia Międzywydziałowego Instytutu Ekumenii i Dialogu Papieskiej Akademii Teologicznej w Krakowie” (Krakau, 17. Dezember 2003), hg. von M. Poniewierska, Biblioteka Ekumenii i Dialogu Bd. 25, Kraków 2004, S. 73-93.

[19] Teilnehmer: Henryk Halkowski, Krakau (gest. 2009); Hanspeter Heinz, Professor für Pastoraltheologie, Augsburg; Łukasz Kamykowski, Professor an der Päpstlichen Theologischen Akademie, Krakau; Herbert Immenkötter, Professor für Kirchengeschichte, Augsburg; Klaus Kienzler, Professor für Fundamentaltheologie, Augsburg; Rabbiner Michael Signer, Professor für Judaistik, University of Notre Dame, USA (gest. 2009); Stefan Wilkanowicz, stellvertretender Vorsitzender des Internationalen Rates des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau; Manfred Deselaers, Zentrum für Dialog und Gebet in Oświęcim.

[20] Diese Fragenliste ist enthalten in: „Dialog teologiczny, który słucha…”, siehe weiter oben, Anm. 17.

[21] Schreiben vom 1.12.1998, verfasst von Nathan Leipciger, einem Mitglied des Internationalen Rates des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oświęcim mit Hilfe der Rabbiner Dow Marmur und Reuven P. Bulka. Diese Themen wurden mit dem Rabbiner Dow Marmur am 24.04.1999 im Institut für Ökumene und Dialog in Krakau besprochen.

[22] Dialog u progu Auschwitz Bd. 1, hg. von Manfred Deselaers, Krakow 2003. (Deutsche Ausgabe: Dialog an der Schwelle vom Auschwitz, Band 1. Kraków 2003. Textauswahl in englischer Sprache in: Dialogue at the edge of Auschwitz – Perspectives for a theology after Auschwitz. Kraków 2014).

[23] Agata Kroh, ebd., S. 12-13.

[24] AMIRA SHAMMA ABDIN, Professor of Islamic Culture, Leo Beck College, London; ANTHONY J. CERNERA, President of Sacred Heart University, Fairfield, Connecticut; DAVID L. COPPOLA, Director of Conferences and Publications, Center for Christian-Jewish Understanding of Sacred Heart University, Fairfield, Connecticut; GEORGES COTTIER, O.P., Papal Theologian, Casa Pontificia, Palazzo Apostolico, Vatican City; CAHAL BRENDAN CARDINAL DALY, Archbishop Emeritus of Armagh, Ireland; JOSEPH H. EHRENKRANZ, Co-Founder and Executive Director, Center for Christian-Jewish Understanding of Sacred Heart University, Fairfield, Connecticut; ARCHBISHOP JEREMIASZ, Orthodox Archbishop of Wroclaw and Szczecin, Poland; WILLIAM CARDINAL KEELER, Archbishop of Baltimore, Maryland; FRANCISZEK CARDINAL MACHARSKI, Metropolitan Archbishop of Krakow, Poland; MARTIN E. MARTY, Fairfax M. Cone Distinguished Service Professor, University of Chicago, Illinois; ELISABETH MAXWELL, International Lecturer, London, England; SAMUEL PISAR, Holocaust Survivor, International Attorney, Paris and New York; DAVID ROSEN, Executive Director, Anti-Defamation League, Israel; RENE-SAMUEL SIRAT, Chief Orthodox Rabbi Emeritus of Europe, Paris, France. Dokumentation im Buch: Religion and Violence, Religion and Peace. Essays from the Center for Christian-Jewish Understanding Conference in Auschwitz, Poland May 1998, ed. by Joseph H. Ehrenkranz and David L. Coppola, Sacred Heart University Press, Fairfield, Connecticut 2000.

[25] Dokumentation in: Dialog u progu Auschwitz, Bd. 2 – Perspektywy teologii po Auschwitz, hg. von Manfred Deselaers, Kraków 2010. (Deutsche Ausgabe: Dialog an der Schwelle von Auschwitz, Band 2 – Perspektiven einer Theologie nach Auschwitz. Kraków 2011. Textauswahl in englischer Sprache in: Dialogue at the edge of Auschwitz – Perspectives for a theology after Auschwitz. Kraków 2014).

[26] Dokumentation: Religions and Ideologies, Polish Perspectives and Beyond. 2011 Cracow Conference ICCJ. Report, From the Martin Buber House, Number 32. Heppenheim, Germany.

[27] www.auschwitzinstitute.org/global-programs/ [Zugriff 2014-11-17]

[28] Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben als „Motu Proprio“ erlassen zur Ausrufung der hl. Brigitta von Schweden, der hl. Katharina von Siena und der hl. Teresia Benedicta a Cruce zu Mitpatroninnen Europas. Rom, 1. Oktober 1999, Nr. 9.   http://www.cdim.pl/de/bildung/materialien/texte/52-oficjalne-teksty-kocioa-katolickiego/102-1999-10-01-jan-pawe-ii-list-motu-proprio-edyta-stein-wspopatronka-europy

[29] Siehe: Bóg i Auschwitz. O Edycie Stein, wizycie Papieża Benedykta XVI i Bogu w mrokach dziejów. Hg. von Manfred Deselaers, Leszek Łysień und Jan Nowak. Kraków 2007, S. 15-96. (Englische Ausgabe: God and Auschwitz. On Edith Stein, Pope Benedict XVI’s Visit, and God in the Twilight of History. Kraków 2008. Deutsche Ausgabe: Gott und Auschwitz. Über Edith Stein, den Besuch von Papst Benedikt XVI. und Gott in den Düsternissen der Geschichte. Kraków 2010).

[30] Bei den Feierlichkeiten waren folgende Bischöfe anwesend [*mit der Biografie von Edith Stein verbundene Städte]: Erzbischof Péter Kardynał Erdő, Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn, Präsident des Rates Europäischer Bischofskonferenzen; Erzbischof Stanisław Kardinal Dziwisz, Ordinarius der Erzdiözese Krakau; Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, Ordinarius der Diözese Köln, Deutschland [Köln*]; Erzbischof Kazimierz Kardinal Nycz, Ordinarius der Erzdiözese Warschau; Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Ordinarius der Diözese Speyer, Deutschland [Speyer*]; Erzbischof Marian Gołębiewski, Ordinarius der Erzdiözese Wrocław [Breslau*]; Erzbischof Wiktor Skworc, Ordinarius der Erzdiözese Katowice; Bischof Jan Kopiec, Ordinarius der Diözese Gliwice [Lubliniec*]; Bischof Tadeusz Rakoczy, Ordinarius der Diözese Bielsko-Żywiec [Oświęcim/Auschwitz*]; Bischof Frans Józef Marie Wiertz, Echt, Ordinarius der Diözese Roermond, Holland [Echt*]; Weihbischof Heinz-Günter Bongartz aus der Diözese Hildesheim, Deutschland [Göttingen*]; Weihbischof Stefan Zekorn aus der Diözese Münster, Deutschland [Münster*]. Vom Vorstand des Polnischen Rates der Christen und Juden waren Stanisław Krajewski, Wiesław Dawidowski und Bogdan Białek anwesend.

[31] Ansprache von Benedikt XVI. an das Kardinalskollegium und die Mitglieder der Römischen Kurie, 22. Dezember 2006, [in:] Gott und Auschwitz.Über Edith Stein, den Besuch von Papst Benedikt XVI. und Gott in den Düsternissen der Geschichte, hg. von M. Deselaers, L. Łysień, J. Nowak. UNUM, Kraków 2010, S. 120.

[32] Vgl. Deselaers, Manfred, Manfred Deselaers asks where was G-d and where were the Christians? In: No Going Back. Letters to Pope Benedict XVI on the Holocaust, Jewish-Christian Relations & Israel. Ed. by Carol Rittner and Stephen D. Smith. Quill Press in association with The Holocaust Centre, London 2009. – Presented to Pope Benedict XVI during His visit to Yad Vashem in Jerusalem, 11 May 2009, S. 65.

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